Der Zürcher Sicherheitsdirektor Mario Fehr stuft die Tat eines 31-jährigen Mannes aus Winterthur als «Terrorakt» ein. Der Angreifer ist ein schweizerisch-türkischer Doppelbürger.
Der Mann war den Behörden bereits seit Jahren bekannt. Marius Weyermann, Kommandant der Kantonspolizei Zürich, erklärte an einer Medienkonferenz:«Polizeilich haben wir ihn 2015 zur Anzeige gebracht aufgrund von Verstoss gegen das IS-Verbot, indem er IS-Propaganda verbreitet hat.» Dies habe im Zusammenhang mit den Ermittlungen rund um die An-Nur-Moschee gestanden. 2018 sei er zudem von der Stadtpolizei Winterthur angezeigt worden, nachdem er in einen Raufhandel verwickelt gewesen sei.
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Zuletzt hätten die Behörden am 25. Mai wieder Kontakt mit dem Mann gehabt. Er habe sich selbst über die Notrufnummer bei der Stadtpolizei Winterthur gemeldet und wirre Aussagen gemacht. Die Polizei rückte daraufhin aus. Wegen seines Zustands sei eine fürsorgliche Unterbringung beantragt worden. Der Mann sei anschliessend in die Integrierte Psychiatrie Winterthur gebracht worden.
Am 27. Mai sei er von einem Arzt «als nicht mehr selbst- und fremdgefährdend» eingestuft worden. Damit habe sich sein Status von einer fürsorglichen Unterbringung zu einem freiwilligen Aufenthalt geändert. Noch am selben Abend habe er entschieden, die Klinik zu verlassen, und sei nach Hause zurückgekehrt.
Fehr erklärte weiter, der Mann sei 1994 in der Schweiz geboren und 2009 in Winterthur eingebürgert worden. Im Jahr 2024 habe er eine Erneuerung seines Schweizer Passes beantragt und sei im August desselben Jahres in die Türkei gezogen. Fehr forderte, dem Mann das Schweizer Bürgerrecht zu entziehen. «Die Menschen haben kein Verständnis für Menschen, die terroristische Akte begehen», sagte er. Gleichzeitig kritisierte er Bundesrat Beat Jans. «Das Zögern des Staatssekretariats für Migration in diesem Bereich kann ich nicht nachvollziehen.»