Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

«SVP ist der parteipolitische Arm der Gewalt gegen Frauen»: Wie SP-Co-Präsident Cédric Wermuth zur verbalen Brechstange greift

Anhören ( 1 min )
«SVP ist der parteipolitische Arm der Gewalt gegen Frauen»: Wie SP-Co-Präsident Cédric Wermuth zur verbalen Brechstange greift
«SVP ist der parteipolitische Arm der Gewalt gegen Frauen»: Wie SP-Co-Präsident Cédric Wermuth zur verbalen Brechstange greift
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Gewalt ist immer schrecklich. Ob gegen Männer, Frauen oder Kinder – sie kennt keine Rechtfertigung. Gerade deshalb lohnt es sich, bei Worten genau hinzuhören, die im Zusammenhang mit Gewalt fallen.

Wermuth schreibt auf Instagram: «Die Wahrheit ist, die SVP ist der parteipolitische Arm der Gewalt gegen Frauen.» Dieser Satz ist mehr als eine zugespitzte Kritik. Er unterstellt einem politischen Gegner eine Mitverantwortung, ja eine indirekte Förderung von Übergriffen gegen Frauen. Damit wird die Auseinandersetzung aus der Sachebene herausgehoben und moralisch aufgeladen.

«SVP ist der parteipolitische Arm der Gewalt gegen Frauen»: Wie SP-Co-Präsident Cédric Wermuth zur verbalen Brechstange greift

Wer so argumentiert, erklärt den politischen Gegner nicht nur für falsch, sondern für gefährlich. Das ist ein fundamentaler Unterschied. In einer Demokratie sollten Parteien um die besseren Lösungen ringen – nicht einander implizit mit Gewalt in Verbindung bringen.

Die Schweiz hat über Jahrzehnte von einer politischen Kultur gelebt, die von Respekt und Zurückhaltung geprägt war. Man stritt hart, manchmal auch laut. Aber es herrschte die Überzeugung, dass der politische Gegner legitim ist und nicht delegitimiert werden darf. Diese Haltung war kein Zufall, sondern ein Erfolgsfaktor unseres Systems.

Wenn nun ein führender Vertreter der Sozialdemokratie diese Grenze überschreitet, hat das Gewicht. Worte prägen den Ton. Sie setzen Standards – nach oben wie nach unten. Was an der Spitze gesagt wird, findet seinen Widerhall im ganzen politischen Betrieb.

Solche Aussagen vergiften den Umgang. Sie verhärten Fronten und erschweren jede Form von Verständigung. Wer dem Gegner moralische Mitschuld an Gewalt zuschreibt, stellt ihn faktisch ausserhalb des akzeptablen Diskurses. Der Raum für Differenz schrumpft, der für Empörung wächst.

Der Aargauer Nationalrat weiss um die Wirkung politischer Sprache. Umso erstaunlicher ist die Leichtfertigkeit, mit der hier eine rote Linie überschritten wird. Zuspitzung gehört zur Politik, ja. Aber sie hat dort ihre Grenze, wo sie ins Diffamierende kippt und den Gegner nicht mehr als Teil des demokratischen Wettbewerbs anerkennt.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 02.06.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.