Die Schweiz führt in Sachen finanzieller Stabilität die Rangliste Europas an – trotz verbreiteter Skepsis unter Konsumenten und einer erwarteten leichten Zunahme der Arbeitslosigkeit. Dies zeigt eine neue Studie des Finanzdienstleisters Oanda, die europäische Länder anhand von Nettojahreseinkommen, Sparquote, Arbeitslosenrate und Lebensqualität vergleicht.
Mit einem durchschnittlichen Nettojahreseinkommen von 45.582 Euro, einer Bruttosparquote von 22 Prozent und hoher Lebensqualität liegt die Schweiz in drei von vier untersuchten Kategorien an der Spitze, berichtet die Zeitung Blick. Lediglich bei der Arbeitslosenquote sieht die Studie das Land mit 4,5 Prozent hinter anderen – wobei hier unterschiedliche Erhebungsmethoden zwischen Oanda und dem Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) zu abweichenden Zahlen führen. Laut Seco liegt die Quote derzeit bei 2,8 Prozent.
Weltweit belegt die Schweiz laut Visualcapitalist mit einem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf von 104.900 Dollar den dritten Platz – hinter Luxemburg und Irland. Der globale Durchschnitt liegt bei 14.200 Dollar.
Einziger Schwachpunkt: das private Interesse an Finanzthemen. Oanda wertete dafür Google-Suchanfragen etwa zu «wo investieren» oder «beste ETFs» aus. Die Schweiz liegt hier mit weniger als 75 Suchanfragen pro 100.000 Einwohnern deutlich hinter Ländern wie Luxemburg, das mit 175 Anfragen an der Spitze steht.
Gleich hinter der Schweiz liegen die Niederlande, Irland folgt auf Rang drei. Deutschland liegt mit einem Nettojahreseinkommen von 21.660 Euro, einer Buttosparquote von 19,3 Prozent und einer Arbeitslosenquote von 3,4 Prozent auf Position sieben.