Alle Jahre wieder: Zu Ostern werden am Gotthard Rekordstaus gemeldet. Auch dieses Jahr staute sich der Verkehr bis zu fünfzehn Kilometer.
Ein Stau ist nicht nur ärgerlich und teuer, er ist auch das Gegenteil von gut für die Umwelt. Das ständige Stop-and-Go, das Anfahren und Fahren im ersten Gang ist viel weniger effizient als ein regelmässiges Tempo.
Doch der Eindruck verfestigt sich, dass manche den Stau geradezu wollen und herbeisehnen – aus politischen Gründen. Die Autofahrer sollen ruhig leiden, und so will man ihnen das Fahren verleiden.
Doch das funktioniert nicht und ist – siehe oben – auch noch kontraproduktiv.
Was also tun, um die Situation am Gotthard zu entschärfen?
SVP-Nationalrat und Transportunternehmer Benjamin Giezendanner schlägt vor, den Gotthardpass das ganze Jahr über offen zu lassen. Bei anderen wichtigen Alpenübergängen macht man das ja auch.
Zusätzlich sollten wir auch ernsthaft darüber nachdenken, das politische Verstopfspiel am Gotthard zu beenden. Seit der Alpeninitiative sind mehr als dreissig Jahre vergangen.
Derzeit wird an einer zweiten Röhre gebohrt. Brauchen dürfen wir aber nur eine.
Wir stehen also in Zukunft vor der absurden Situation, dass wir zwei voll funktionsfähige Tunnel haben werden, aber sie nicht beide nutzen. Ist das noch Luxus oder schon Dekadenz?