Brasiliens Präsident Luiz Inacio Lula da Silva wirft der Politik von US-Präsident Donald Trump vor, die Energiepreise in den USA in die Höhe getrieben und damit der eigenen Bevölkerung geschadet zu haben. Unmittelbar danach erklärte Lula in einem Interview mit «El País»: «Er spielt ein sehr gefährliches Spiel. Er geht von der Annahme aus, dass die wirtschaftliche, militärische und technologische Macht der USA die Regeln des Spiels bestimmt. Letztlich schafft das Probleme für die Vereinigten Staaten.»
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Lula begründet seine Kritik mit den wirtschaftlichen Folgen des Konflikts mit Iran. Der Angriff habe direkte Auswirkungen auf die globalen Energiemärkte gehabt. «Als er entschied, Iran anzugreifen, weiss ich nicht, ob ihm klar war, dass die Treibstoffpreise steigen würden und dass die Menschen den Preis dafür zahlen müssten», sagte er weiter.
Tatsächlich sind die Treibstoffpreise in den USA seit Beginn der militärischen Eskalation deutlich gestiegen. Laut Daten der American Automobile Association kletterte der durchschnittliche Benzinpreis von 2,94 Dollar pro Gallone Ende Februar auf 4,09 Dollar Mitte April. Hauptgrund ist die Störung der Öltransporte durch die Strasse von Hormus, nachdem Teheran den Schiffsverkehr für Staaten eingeschränkt hat, die es als feindlich einstuft. Zudem wurden wichtige petrochemische Anlagen beschädigt.