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Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Tag, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begrüsse Sie zur internationalen Ausgabe jetzt von Weltwoche Daily, die andere Sicht, unabhängig, kritisch, gut gelaunt und zuversichtlich am Dienstag, dem 2. Juni 2026. Wir sind über Welt... von ihrem riesigen Interesse an meinem Interview mit dem russischen Journalisten und Fernsehmoderator Wladimir Solovyov, einer der ganz grossen russischen Reizfiguren in Europa, im Westen. Die Journalisten bezeichnen ihn ja als seelenlosen Propagandisten Putins und kritisieren ihn aufs Heftigste, was ich zum Teil etwas lächerlich finde, weil nur die wenigsten jemals von ihm eine Sendung Gehört haben, sie picken dann einzelne Aussagen heraus, nehmen die aus dem Kontext, ja und machen im Grunde das, was sie generell in ihrer Russland-Berichterstattung machen, einen sehr selektiven Blick zu werfen auf das, was da passiert. Das ist einfach keine seriöse Auseinandersetzung. Und alle, die sich etwas vertiefter mit der Materie befassen, zum Beispiel ich, die werden dann natürlich sofort kritisiert. Ja, das ist auch ein Propagandist. Ja, das ist da ein Putin-Versteher. Ich meine, was... ist denn das, meine Damen und Herren, für eine geistige Selbstverkrüppelung? Und es wird natürlich der Sache nicht gerecht und das hat mich gefreut, dass eben in der Auseinandersetzung, in den Tausenden von Reaktionen, die es auf dieses Interview im Internet jetzt gibt, von Ihnen, die Diskussionen, Sie merken, die Zuschauer merken ja, dass dieser Soloviov, dieser Repräsentativ-Russe könnte man sagen, dieser Mann, der eben Dinge ausspricht, die Millionen von Russen genau so empfinden, dass dies ein Mann von Substanz ist. Das heisst ja nicht, dass man alles richtig und gut finden muss, was er sagt, aber man sollte zumindest mal versuchen, das ernst zu nehmen und sich nicht da in dieser selbstverständlichen, routinierten Überheblichkeit darüber hinwegsetzen. In dieser Selbstverblödung, der man sich da ausliefert und die einen natürlich auch blind macht gegenüber den Risiken, die man zu gewärtigen hat, jetzt in diesem Krieg. Und da wird... eskaliert. Ich komme gleich darauf. Massive russische Luftangriffe auf Kiew. Die Russen müssen diesen Krieg gewinnen. Und man kann sie militärisch nicht besiegen. Das geht nicht. Das ist eine Atommacht. Und es geht für Russland um zu viel. Jetzt kann man natürlich darüber in eine moralisierende Jammerjade ausbrechen. Verständnis dafür. Es ist schrecklich, was passiert. Kriege sind immer schrecklich. Da passieren auch Verbrechen, allerdings auf beiden Seiten. Darüber sprechen wir dann auch in diesem Interview mit Soloviov. Aber man muss sich doch die Frage stellen, was sind die Konsequenzen? Was soll denn auf diese Eskalationskette folgen? Wollen jetzt die Europäer auch nochmal eskalieren? Will man noch mehr einsteigen? Möchte man einen Weltkrieg aus diesen Dingen machen? Möchte man, dass die Aussagen einzelner russischer Kommentatoren, zum Beispiel von Sergej Karaganov, eintreten, dass tatsächlich das Ganze dann noch in eine nukleare Weltenbranddimension hinein explodiert. Und wissen Sie, es fängt eben genau damit an, dass man sich weigert, sich ernsthaft mit den Russen auseinanderzusetzen. Meine Damen und Herren, wir leben doch in einer Zeit der schrecklichsten Oberflächlichkeit. Wir Westler, wir Europäer, wir bilden uns ein. wir verstehen alles. Ich gebe zu, auch ich manchmal, mit meinen steilen Thesen, aber wir verstehen nichts. Nichts verstehen wir. Wir verstehen doch nicht Russland. Wir dürfen es ja nicht mal verstehen. Da bist du ja ein Putin-Versteher, ein Rechtfertiger. Das ist ja kompletter Unsinn. Verstehen und Rechtfertigen ist nicht das Gleiche. Also wir müssen uns doch eingestehen, dass unsere Welt sich beschränkt ist. Zum Beispiel gegenüber Russland, aber auch gegenüber Israel. oder gegenüber dem Iran, gegenüber der arabischen Welt. Darüber habe ich mit Solowjow auch noch gesprochen, der ein scharfer Kritiker Israels ist und der mir einige gravierende Aussagen da noch gemacht hat, vor allem auch nach dem Interview. Das werde ich dann alles schreiben, das ist eigentlich kein Problem. Er habe da keine Hemmungen, Dinge, die er privat sage, auch öffentlich zu sagen. Das ist ein Vollkontakt-Kommunikator, dieser Solowjow. Und es freut mich wirklich, dass eben so viele unter Ihnen eben den Wert solcher Auseinandersetzungen sehen und erkennen, dass man sich damit wirklich vertieft befassen kann und dass einem das Einblicke gibt in ein Denken eines Landes, das unser Nachbar ist im weitesten Sinne, mit dem Europa jetzt sich da gewissermassen in einen Krieg hineinsteigert. Was das heisst, was das bedeuten könnte, das lernt man unter anderem in diesem Interview, was zumindest in den Worten dieses sehr wortmächtigen und rhetorisch beschlagenen Kommentators uns da entgegentritt. Ich habe Ihnen gesagt, es sind zwei Teile, fast vier Stunden haben wir uns unterhalten. Und ich habe ursprünglich gesagt, wir werden den zweiten Teil gestern Montag aufschalten. Das haben wir nicht gemacht, aufgrund des riesigen Interesses am ersten Teil. Darum lassen wir den noch ein bisschen laufen. Aber morgen Mittwoch ab 17 Uhr wird dann Teil 2 freigeschaltet. Und das ist dann weniger ein Gespräch als etwas ein Duell. Da kommt es dann zu zum Teil etwas heftigen Auseinandersetzungen. Vor allem dann, wenn ich Solowjow vorwerfe, dass er die ukrainische Geschichte zu einer Karikatur mache, dass er sie pervertiere, instrumentalisiere und entstelle, indem wir da die Westukrainer pauschal zu Nazis erklärt. Und vor allem wäre der auch nicht der Geschichte gerecht, die damals eben in der Ukraine tobte. Es ging ja immerhin auch gegen den Schwerverbrecher-Diktator Stalin, der ja eine Hungersnot dort inszeniert hat, angerichtet hat. Und da widerspricht mir also Solowjow aufs Allerdezidierteste und sagt, es sei kompletter Unsinn, dies zu behaupten. Es sei viel komplizierter und man müsse diesen Stalin so schrecklich er auch Dinge getan haben mochte, man müsse den im Zeitkontext einordnen. Also wir kommen da wirklich auch an einige der aufwühlendsten Themen der europäischen Geschichte. Urteilen Sie selbst, schauen Sie, aber schauen Sie sich auch den ersten Teil an, falls Sie das noch nicht getan haben. Massive russische Luftangriffe auf Kiew, ich habe es Ihnen gesagt, die Zeichen stehen auf Eskalation. Und das ist natürlich die Antwort auch. auf jene Angriffe ins russische Gelände durch Selenskyj. Und da sind wir auch auf einer abschüssigen Bahn. Sie erinnern sich, dass noch ein Kanzler Scholz gesagt hat, man wolle nicht, dass Selenskyj mit westlicher Hilfe, das haben auch die Amerikaner betont, den Krieg in russisches Gelände trage, weil man sagt, die Eskalation ist zu gefährlich. Aber das hat man auch preisgegeben, diese Haltung, diese rote Linie. Sie wird jetzt überschritten vom Westen. Der Taurus. durch die Hintertür, da die deutsche Mittelstreckenwaffe. Ist zwar nicht der Taurus, aber es sind Drohnen mit deutscher, mit europäischer Hilfe, ganz massiv, wird da natürlich geholfen. Das ist brandgefährlich. Damit machen sich natürlich die Europäer zu legitimen Zielen Russlands. Ich weiss, jetzt werden da draussen einige aufjaulen und das wieder als unmögliche Aussagen propagandistischer Art bezeichnen. Das ist doch lächerlich, meine Damen. Und Herr, man kann doch nicht einfach die eigene Seite zur Wahrheit erklären und die andere zur Propaganda. Das ist alles Propaganda. Aber man muss sich ja deshalb umso genauer anhören, was die anderen sagen, um auch die Risiken, die Kosten, den Nutzen der eigenen Handlungen verstehen zu können. Aber man ist dabei, man ist schon voll drin, sich zu verrennen. Gerade auch in Europa, in Deutschland, man verrennt sich total. Zum Teil auch in der Schweiz, in diesem Krieg. Und noch einmal, bilden wir uns nicht ein, etwas zu verstehen, was wir ja gar nicht verstehen dürfen, weil dann bist du ein Versteher und das ist ja das Schlimmste angeblich, was man heute sein kann. Nein, also, es ist ein prankgefährlicher Krieg und ich kann nur hoffen, dass diese diplomatischen Bestrebungen, über die wir letzte Woche gesprochen haben, dass die dann irgendwann noch in Kraft treten. Trumps Regierung ist die korrupteste der gesamten amerikanischen Geschichte. Also Nelich nimmt diese... Korruptionsgeschichte fährt dann. Wir haben hier ja schon öfters darüber gesprochen, wie die Familienverbandelungen und die Geschäfte der Familie Trump mit den ganzen politischen Dingen zusammenhängen. Und das könnte Trump, glaube ich, vermute ich, das ist eine reine Hypothese, das könnte ihm sehr gefährlich werden, wenn dann tatsächlich die Zwischenwahlen nach hinten rausgehen im nächsten Winter. Dann könnte er eben sofort Im Pitchment, Amtsenthebungsverfahren eingeleitet werden mit entsprechender Korruptionsgrundlage. Wäre ich dafür, wäre das eine gute Nachricht, wenn Trump da seines Amtes enthoben würde. Ich weiss, im Moment neigen sich da die Stimmungen wieder stark gegen ihn. Man sagt, er sei absolut instabil und unberechenbar geworden. Es sei einfach too much, all diese Konflikte, diese Auseinandersetzungen. Und es gibt sicherlich sehr, sehr viele Gründe, da extrem kritisch zu sein. Warum ich jetzt da den Stab noch nicht vollends breche, was aber auch nicht eine universelle Zustimmung bedeuten soll. Man muss es eben differenziert sehen. Es ist offensichtlich heute auch nicht mehr überall erwünscht, dass man etwas differenziert eine Sache beurteilt und nicht einfach entweder oder digital. Was mich an Trump noch, sagen wir mal, eine... Resthoffnung wachhalten lässt, ist die Tatsache, dass ich glaube, dass er gute Instinkte hat. Dass er letztlich ein Pragmatiker ist, kein Ideologe. Dass er natürlich aus amerikanischem Interesse heraus handelt, aber eben auch bereit ist, unterschiedliche Regime stehen zu lassen. Er ist nicht einer jener Amerikaner, die finden, alle müssten so regiert werden wie Amerika, sonst kann man mit ihnen nicht zusammenarbeiten. Nein, er ist einer, der ja auch den Krieg, der Gewalt einsetzt zur Durchsetzung eigener Interessen. Aber er geht dann eben nicht so weit, wie vor allem auch die sogenannten neokonservativen Strategen, die während der frühen 2000er Jahre im Weissen Haus den Ton angegeben haben. Und viele der Kritiker jetzt, vor allem aus der Republikanischen Partei, kommen natürlich aus diesem Lager. Ich zahle Ihnen das jetzt ein. Das heisst, die Informationen, die wir bekommen, sind da natürlich auch sehr stark gefärbt, sagen wir mal. Und die Zeitungen bei uns sind naturgemäss sehr Trump-kritisch, was ja nicht schlecht ist. Man soll kritisch sein gegenüber einem amerikanischen Präsidenten. Aber er ist einer, jetzt auch im Iran, der sagt, wir sind sofort bereit, Frieden zu schliessen, aber wir wollen nicht, dass ihr eine Atombombe habt. Jetzt kann man sich natürlich auf den Standpunkt stellen, das gehe überhaupt nicht. Man könne doch den Iranern das nicht verbieten, die Israeli hätten auch eine Atombombe. Ja, so kann man argumentieren, aber in der Politik funktioniert es eben anders. Da regieren die Interessen und nicht einfach die Grundsätze, die Abstraktionen, die Interessen. Und wenn die Amerikaner der Auffassung sind, aus ihrer Sicht, aus legitimen Gründen, wir wollen nicht, dass die eine Atombombe haben, weil wir dieses Regime für komplett fanatisch halten, auch für mörderisch, dann geht das nicht. Wir beurteilen Israel ganz anders. Es gibt natürlich Leute, die sehen Israel mittlerweile auch auf dieser Stufe eines völkermörderischen Terrorregimes. Selbstverständlich, das gibt es. Und in der arabischen Welt, und das ist das Gefährliche, verbreitet sich jetzt wirklich der Eindruck, dass die Israelis da die Nazis von heute seien, mit ihren Methoden. Das ist eine Realität. Das muss man auch zur Kenntnis nehmen. Man muss einfach... Im Bemühen, auch hier eine objektivere oder vielleicht eine etwas weniger parteiische Sicht einzunehmen, muss man sagen, ja gut, der Staat Israel ist eine Tatsache. Und dass sich Israel gegen die Bedrohung verteidigt, das ist vor diesem Hintergrund natürlich nachvollziehbar unverständlich. Ob die Art und Weise, wie es dann diese Regierung macht, ob das richtig ist, ob das angemessen ist, das ist nochmal eine ganz andere Frage. Aber ich habe den Eindruck, dass im Moment einfach Mangelware ist. Der Versuch, hier etwas die unterschiedlichen Interessen zu sehen, die Öffentlichkeit liefert sich da allzu schnell der einen oder der anderen Sicht aus. Madjar kündigt Amtsenthebung des Präsidenten an. Das ist ja auch unglaublich. Der neue Premierminister will jetzt eine Gesetzesänderung durchführen in Ungarn, wonach Amtsträger der Fidesz-Partei nicht mehr Amtsträger sein dürfen. Also die Parteizuge, der macht eine quasi... Entnazifizierung sozusagen, eine Entfidesisierung. Und das ist natürlich auch das Resultat jener Verhetzung und Verketzerung, dieser Hexenjagdstimmung, die man gegen Orbán und seine Leute da auch in der Europäischen Union gezüchtet hat. Aber jetzt hören wir natürlich kein kritisches Wort. Stellen Sie sich mal vor, wenn Orbán gesagt hätte, Angehörige dieser Partei dürfen in diesem Staat keine Position behalten. bekleidet. Das ist totalitär. Das ist undemokratisch. Und was da dieser neue Premierminister macht, jetzt einfach so aus der Behauptung heraus, als gewählter Premierminister, ja, mit einer Zweidrittelsmehrheit, das ist eine Vendettapolitik. Das ist eine Säuberungspolitik, die überhaupt nicht im Einklang steht mit rechtsstaatlichen und demokratischen Grundsätzen. Und einmal mehr Ist es sehr auffällig, ist es sehr sprechend, dass die Europäische Union hier keinen Mucks sagt, zumindest lese ich nichts darüber. Also, wenn einer auf der Seite der EU steht, ist offensichtlich alles erlaubt. Stellen Sie sich vor, einfach Gedankenexperiment, was los gewesen wäre, wenn da ein gewisser Viktor Orban mit diesen Methoden vorgegangen wäre. Orban übrigens, der dem Wahlsieger gratulierte und Gentleman-mässig abgetreten ist als Premier und jetzt haben wir hier diesen Brachialpolitiker mit Methoden, die also aus dem Rezeptbuch des Unstaates zu stammen scheinen. Sind wir also gespannt, wie das da weitergeht. Was soll das Theater um Peter Thiel? Wiener Festwochen. Der amerikanische Milliardär ist eingeladen worden, nächste Woche eine Diskussion über den Antichristen zu führen. Dann hat es offenbar Protest gegeben von linker Seite. Und Milo Rau, der Schweizer Direktor der Festwochen, hat dann eine Debatte stattfinden lassen. Soll man ihn auftreten lassen oder nicht? Jetzt hat sich die Festwahl-Leitung ja entschieden, ihn nicht auftreten zu lassen. Das ist ja auch seine Posse. Und zeigt einmal mehr, wie viel Meinungsfreiheit verkraftet Österreich, wie viel Meinungsfreiheit verkraftet Europa. Das ist doch auch wieder ein Verrat an den Grundsätzen unserer Zivilisation. Verwenden wir jetzt mal das hochgestochene Wort. Das ist ein Verrat an unseren Grundsätzen, Meinungsäusserungsfreiheit. Man lässt die nicht mehr reden. Auch das sind totalitäre Anwandlungen, die man hier sieht. Das ist so eine Art... Herrschaft der Strasse, offensichtlich gewisse Kreise fühlen sich da ermächtigt, den Tarif durchzugeben, wer da reden soll und wer nicht. Daneben auch der Milo Rau, der sich da immer wieder als jemand zeigt und inszeniert, der ja auch mit den ganz Finsteren redet und offen ist und die Diskussion, der kapituliert oder treibt das sogar hier noch selber voran. In Deutschland die Regierung ja immer tiefer. im eigenen Sumpf. Friedrich Merz sieht sich da kaum ein Jahr im Amt, müsste ich mir vorstellen, mit der Forderung eines Kanzlerwechsels konfrontiert. Das sollen schon Intrigen laufen. Zeigt einfach die unglaubliche Schwäche dieses Politikers, bei dem eben die Motive nicht stimmen. Sagen wir seit Anfang an, dass er eben aus den falschen Motiven das Amt sucht. Er wollte unbedingt Kanzler werden. Und es geht ihm eben nicht darum, primär Deutschland zu retten. dann wäre es ihm nämlich auch egal, mit welcher Partei und mit welcher Koalition er das tun müsste. Dann würde er auch keine Brandmauer hochziehen. Dann würde er sagen, mir passt zwar vieles nicht, was die AfD sagt, aber wenn wir die helfen, die Probleme Deutschlands zu lösen, im Sinne einer bürgerlich-konservativen Agenda, dann machen wir das zusammen. Und übrigens sind auch die Linken herzlich eingeladen, mir zu helfen. So redet ein Kanzler, dem es ums Land geht. Aber einer, der eine Brandmauer macht, dem geht es nur um sich selber. und die begreift ihn jetzt unter sich, so wie die Schlagzeilen laufen da in Deutschland. Und da die SPD-Politikerin Esken fordert AfD-Verbot jetzt. Schon eine unheimliche Selbstverständlichkeit, mit der da in Deutschland wieder nach Parteiverboten gerufen wird. Cancel Culture. Und ja, von linker Seite, das kommt ja von der linken Seite. Ich habe noch nie einen Rechten gehört, noch nie einen AfD-Politiker gehört, der gesagt hat, man muss die Linkspartei einsperren oder man sollte die verbieten. Das zeigt Ihnen einfach, wie dramatisch Deutschland nach links gerückt ist, die Politik und dies ist natürlich auch die Verantwortung der Konservativen, der FDP, der CDU, CSU. Die sind letztlich verantwortlich dafür, dass es überhaupt eine AfD gibt, weil sie ihren Auftrag, eine bürgerliche Opposition zu den Linken zu bilden, diesen Auftrag haben sie nicht ernst genommen, haben sie nicht gemacht, sondern man hat gesagt, Merkel, ja. Es ist besser, wenn wir an der Macht bleiben, als wenn die anderen an die Macht kommen. Also man hat immer die Macht ins Zentrum gerückt und bis zur Unkenntlichkeit hat man sich dann dem Gegner angenähert. Das war die Strategie von Angela Merkel, der Verzicht auf ein Programm. Und damit hat man die deutsche Demokratie natürlich, wenn man so will, um die rechte Seite beraubt. Hat es am Schluss nur noch so eine ab Mitte links Suppe gegeben unter der Käseglocke Berlin. und deshalb hat sich in der Basis in Deutschland und der Bevölkerung völlig natürlich demokratisch der Wunsch geregt, eine andere, wieder eine rechte Sicht als Gegengewicht zur Linken zu bringen, weil eben die klassischen rechten Parteien nicht mehr rechts gewesen sind. Und das ist die AfD. Und jetzt wollen sie das verbieten. Jetzt kommen die Linken, die seit Jahrzehnten direkt oder indirekt offensichtlich den Ton angeben, auch das Milieu prägen. Die sagen jetzt, das geht nicht. Und da muss ich Ihnen einfach mitteilen, aus unmassgeblicher schweizerischer Sicht. Das ist gefährlich, wenn Sie in einer Demokratie nur noch links und rechts haben. Ist auch gefährlich, wenn Sie nur rechts haben. Und wenn die Linken eingesperrt werden, das hatten wir ja auch schon. Wir können jetzt eine Diskussion führen, ob die Nationalsozialisten Rechte oder Linke waren. Sie waren auf jeden Fall Sozialisten, aber auch mit Elementen des konservativen Denkens natürlich, mit bestimmten Inhalten, die aus dem konservativen Gedankenspektrum entlehnt waren. Aber natürlich war diese... Nationalsozialistische Bewegung, sozialistisch wie die Internationalsozialisten, kollektivistisch, sie haben auf individuelle Freiheitsrechte gepfiffen, sie haben Leute einfach eingesperrt, die eine andere Meinung hatten. Diese Tendenz, natürlich nicht in dieser Brutalität und mörderischen Konsequenz, das sehen wir noch nicht in Deutschland. Aber während den Anfängen, meine Damen und Herren, und zu einer Demokratie gehört eine demokratische Linke und eine demokratische Rechte. Und die Leichtfertigkeit, mit der man jetzt einfach rechts mit undemokratisch identifiziert, das ist unseriös, das ist gefährlich, aber es ist eben auch geschichtlich falsch, Weil... Die Nazis waren einfach eine Rechtspartei. Anzüglich waren sie in wesentlichen Teilen eine sehr linke, eine sozialistische Partei. Darum ist diese ganze Begriffsprägung und diese Begriffsemotionalität, die da mitschwingt, die ist eben auch schon im Ansatz falsch und schief. Darüber müsste man auch mal diskutieren, aber das macht man eben nicht, weil derzeit in Deutschland sich alles wieder zurückzuziehen scheint. oder aufzulösen scheint in so kleine Stammesgesellschaften der gleichen Gesinnung. Und das ist nicht gut, also das ist eine gefährliche Sache, aber vielleicht ist es auch nur eine vorübergehende Verkrampfung vor dem Durchbruch zur Demokratie. Das wäre ja dann zur richtigen, zur vielfältigen Demokratie, wieder mehr Meinungsfreiheit und weniger Meinungsgleichheit. in dem Sinn anzustreben. Ich hoffe auch, dass die FDP jetzt unter Wolfgang Kubicki da wieder zulegen kann, der ja tatsächlich von seinen Auffassungen her eigentlich genau das vertreten würde. Ich bin sehr gespannt, ob er die Kraft hat, sich auch innerhalb der Partei da durchzusetzen. Es wäre ihm natürlich zu wünschen. Meine Damen und Herren, das war's von Weltwoche Daily International. Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag. Und melde mich dann zeitnah wieder zurück. Heute gibt es noch Interviews, die wir machen, mit zwei sehr interessanten Persönlichkeiten. Ich komme darauf zu sprechen. Und freuen Sie sich auf weitere Begegnungen, Gespräche der Weltwoche mit Exponenten der internationalen, vor allem auch der deutschen Politik. Wir versuchen hier ja etwas gesprächstherapeutisch einzugreifen. Und auch Österreich im Moment, also mit dieser Thiel-Affäre. Also da driftet ihr auch irgendwo in eine seltsame. Richtung. Machen Sie es gut, bleiben Sie zuversichtlich trotz allem und ja, verteidigen Sie die Demokratie gegen Ihre angeblichen Retter, die sich dann vielleicht einmal als Totengräber herausstellen werden. Bis bald. Entschuldigen Sie, bevor Sie dieses Video nun wegklicken. Was Sie eben gesehen haben, diese Art von Journalismus, die gibt es eigentlich in dieser Form fast nicht mehr auf dieser Welt. Rede und Gegenrede, die andere Sicht beleuchten, das ist die Weltwoche, unabhängig, kritisch und ja, auch gut gelaunt, weil wir eben glauben, dass selbst in den schlimmsten Abgründen immer irgendwo ein Lichtblick liegt. Wir beleuchten, was andere weglassen, wir sprechen mit jenen, mit denen sich sonst niemand zu unterhalten getraut, Wir schreiben, was ist. Abonnieren Sie daher die Weltwoche. Jedes Abo ist eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt. Denn unabhängiger Journalismus funktioniert eben nur mit unabhängig kritischen und vielleicht auch gut gelaunten Lesern. 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Solowjow: Entweder wir gewinnen diesen Krieg, oder es wird keine Welt mehr übrigbleiben. Folge zwei am Mittwoch. Ukraine: Eskalation. SPD-Esken: AfD sofort verbieten. Wiener Theater um Peter Thiel: Wie viel Freiheit verkraftet Österreich?

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Solowjow: Entweder wir gewinnen diesen Krieg, oder es wird keine Welt mehr übrigbleiben. Folge zwei am Mittwoch. Ukraine: Eskalation. SPD-Esken: AfD sofort verbieten. Wiener Theater um Peter Thiel: Wie viel Freiheit verkraftet Österreich?
Solowjow: Entweder wir gewinnen diesen Krieg, oder es wird keine Welt mehr übrigbleiben. Folge zwei am Mittwoch. Ukraine: Eskalation. SPD-Esken: AfD sofort verbieten. Wiener Theater um Peter Thiel: Wie viel Freiheit verkraftet Österreich?
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Kapitel

  1. Einleitung und Begrüssung
  2. Interview mit Wladimir Solovyov
  3. Diskussionen über russische Perspektiven
  4. Russische Luftangriffe und Eskalation
  5. Konsequenzen der Eskalation
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