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Solar-Rekord am 1. Mai in Mitteleuropa! Kein Grund zur Freude: Die Vernichtung des überflüssigen «Müllstroms» kommt die Konsumenten teuer zu stehen

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Solar-Rekord am 1. Mai in Mitteleuropa! Kein Grund zur Freude: Die Vernichtung des überflüssigen «Müllstroms» kommt die Konsumenten teuer zu stehen
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Aus rot-grüner Sicht ging am Tag der Arbeit ein alter Traum in Erfüllung: Wind- und Solaranlagen generierten in Deutschland am 1. Mai um die Mittagszeit rund 30 Prozent mehr Strom, als das Land brauchte. Zum einen lag das am Wetter und am Einfallswinkel der Sonne um diese Jahreszeit. Zum andern stand die Wirtschaft, die 68 Prozent des Strombedarfs verschlingt, wegen des sozialistischen Jubeltages europaweit still.

Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved
Windräder und Solaranlage in Rapshagen, Deutschland (Symbolbild)
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Volkwirtschaftlich betrachtet war es ein Albtraum. Im internationalen Stromhandel sank der Strompreis in Mitteleuropa stundenweise auf minus 499,99 Euro/MWh. Auch das war ein Rekord. Und der Preis wäre zweifelsfrei noch tiefer gefallen, wenn die Regulatoren nicht eine Blockade bei minus 500 Euro verfügt hätten. Wie immer man rechnet, den Schaden zahlt am Ende der Konsument – sei es über die Stromrechnung oder über Abgaben und Steuern. Wie der deutsche Energieexperte Stefan Spiegelsperger berechnete, kann ein einziger derartiger Sonnentag Deutschland locker weit über 100 Millionen Euro kosten.

Konkret bedeutet dies: Grossabnehmer, die sich an der Vernichtung des hochsubventionierten solaren «Müllstroms» beteiligten, erhielten 500 Euro pro Megawattstunde gutgeschrieben – ein Vielfaches von dem, was sie für den Strom üblicherweise bezahlen. Das geht, indem man etwa Enteisungsanlagen im Sommer einschaltet, leere Backöfen in Grossbäckereien aufheizt oder Kühlaggregate und Schmelzöfen auf Temperaturleistungen hochfährt, die gar nicht benötigt werden.

Ökologisch betrachtet ist die Stromvernichtung widersinnig. Doch sie ist immer noch sinnvoller, als konventionelle Kraftwerke, die zur Stabilisierung des Netzes ohnehin unabdingbar sind (der iberische Blackout lässt grüssen), für ein paar Stunden auszuschalten. Das Rauf- und Runterfahren der Anlagen wäre nicht nur mit höheren Emissionen und einem schlechten Effizienzgrad verbunden, es verkürzt auch die Lebenszeit der Generatoren massiv. Denn sicher ist bei der Solarenergie nur eines: Sie liefert, so das Wetter will, je nach Jahreszeit höchstens ein paar Stunden pro Tag um die Mittagszeit.

Mit dem hohen Anteil an Wind- und Solarstrom in Deutschland hat das Phänomen der massiven Stromvernichtung in den letzten Jahren exponentiell zugenommen. Wurden im Juni 2021 noch 9 Stunden mit Negativpreisen verbucht, waren es zwei Jahre später im gleichen Zeitraum bereits 23 Stunden und im letzten Jahr bereits deren 153 Stunden.

Für Deutschlands Nachbarn gibt's übrigens keinen Anlass zur Schadenfreunde. Der solare Tsunami führte zu ähnlichen Negativpreisen in halb Europa, von Frankreich über die Schweiz und die Benelux-Länder bis Österreich und Polen. Gut lachen hatten lediglich die Skandinavier. Dank fehlender Übertragungs-Kapazitäten hielt sich der Schaden für sie in Grenzen.

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