Der slowakische Premierminister Robert Fico reist erneut nach Moskau, obwohl mehrere Nato-Staaten ihm den Luftraum gesperrt haben. Litauens Präsident Gitanas Nausëda bestätigte: Die Sperre gelte aus Gründen der «politischen Sensibilität des Flugziels», berichtet das ukrainische Onlineportal Razom.
Litauen, Lettland und Estland verweigerten dem Regierungsflugzeug die Durchreise, wodurch Fico gezwungen war, eine deutlich längere Route über Ungarn, Rumänien, das Schwarze Meer und Georgien zu wählen. Die Flugzeit verlängerte sich damit von üblichen rund zweieinhalb Stunden auf etwa fünf Stunden.
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Fico selbst kündigte die Umgehung im Voraus an: «Litauen und Lettland haben uns bereits mitgeteilt, dass sie keinen Flug durch ihr Territorium nach Moskau erlauben werden. Aber ich werde einen anderen Weg finden.» Bereits im Vorjahr war er trotz ähnlicher Einschränkungen nach Russland gereist.
Offiziell steht die Teilnahme an der Militärparade zum 80. Jahrestag des Sieges im Zweiten Weltkrieg nicht auf dem Programm. Die slowakische Regierung erklärte, Fico wolle Blumen am Grab des unbekannten Soldaten niederlegen und Gespräche mit Präsident Wladimir Putin sowie weiteren Staatschefs führen.
Die Reise sorgt innerhalb der EU für Spannungen. Die EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas hatte vor einer Teilnahme an Moskauer Veranstaltungen gewarnt. Fico wies dies zurück und erklärte: «Es ist jetzt 2025, nicht 1939. Niemand kann mir vorschreiben, wohin ich reisen darf.»
Rechtlich kann die EU eine solche Reise nicht verhindern.