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«Skandal im Sperrbezirk» gecancelt: Mehrere Lieder dürfen an der Bergkirchweih in Erlangen nicht gespielt werden

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«Skandal im Sperrbezirk» gecancelt: Mehrere Lieder dürfen an der Bergkirchweih in Erlangen nicht gespielt werden
«Skandal im Sperrbezirk» gecancelt: Mehrere Lieder dürfen an der Bergkirchweih in Erlangen nicht gespielt werden
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Die Stadt Erlangen hat für die diesjährige Bergkirchweih eine Liste mit zwölf Liedern erstellt, die auf dem Volksfest nicht gespielt werden sollen. Nach Angaben der Stadt haben Songs mit «gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit» dort «keinen Platz». Betroffen sind bekannte Partyschlager wie «Skandal im Sperrbezirk» der Spider Murphy Gang, «Layla», «Joana» von Peter Wackel oder «Geh mal Bier hol’n» von Mickie Krause.

Daniel Vogl/DPA/Keystone
«Skandal im Sperrbezirk» gecancelt: Mehrere Lieder dürfen an der Bergkirchweih in Erlangen nicht gespielt werden
Daniel Vogl/DPA/Keystone

Wie die Nürnberger Nachrichten berichteten, verschickte die Stadtverwaltung entsprechende Hinweise an die Wirte der Bergkirchweih. Die Liste umfasst neben modernen Ballermann-Hits auch ältere Klassiker. Unter den beanstandeten Liedern finden sich etwa «Olé, wir fahr’n in’ Puff nach Barcelona», «10 nackte Friseusen» oder das «Donaulied».

Die Stadt verweist auf einen Stadtratsbeschluss aus dem Jahr 2021. Damals hatten CSU, SPD und Linke beschlossen, dass auf dem Volksfest keine Musik mit diskriminierenden oder menschenfeindlichen Inhalten gespielt werden solle. Die Verwaltung betont allerdings, es handle sich formal nicht um ein Verbot, sondern um eine «Sensibilisierung». Praktisch stehen die Wirte dennoch unter Druck, da viele ihre Flächen direkt von der Stadt pachten.

Bei Künstlern und Veranstaltern sorgt die Massnahme für scharfe Kritik. Jürgen Thürnau, Manager der Spider Murphy Gang, sagte, die Band habe keinerlei Begründung von der Stadt erhalten. Peter Wackel erklärte, er sei «überhaupt nicht verwundert» über das Vorgehen. Die Bergkirchweih sei früher ein «wunderbares Fest» gewesen, seit einigen Jahren gebe es jedoch immer neue Einschränkungen. «Kein Wunder, dass immer mehr Künstler maximal keine Lust auf Deutschland haben», sagte der Schlagersänger. Künftig trete man eben verstärkt im Ausland auf, «wo wir spielen dürfen, was wir möchten».

Besonders umstritten ist die Begründung einzelner Titel. Bei «Joana» kritisiert die Stadt etwa die traditionellen Publikumsrufe «Du geile Sau». Andere Songs stehen wegen sexueller Anspielungen oder frauenfeindlicher Inhalte auf der Liste. Selbst der Titel «20 Zentimeter» von Mirja Boes wurde aufgenommen.

Die Debatte erinnert an den Streit um den Partyschlager «Layla», der bereits 2022 auf mehreren Volksfesten untersagt worden war und gerade dadurch bundesweite Bekanntheit erlangte.

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