Donald Trump bezeichnete die Schweizer Bundespräsidentin Keller-Sutter zwar als «nett», warf ihr jedoch mangelndes Interesse an seinen Argumenten vor: «Sie wollte nicht zuhören», sagte der US-Präsident in einem Interview mit dem US-Sender CNBC. Anlass war ein Telefonat zwischen den beiden Politikern am vergangenen Donnerstag, in dem es um Handelsfragen ging.
Besonders stossend sei für den Präsidenten das aus seiner Sicht unausgewogene Handelsverhältnis. Die Schweiz zahle kaum Zölle, während die USA ein Handelsdefizit von 41 Milliarden Dollar aufwiesen. «Wir haben ein Handelsdefizit von 41 Milliarden Dollar mit euch, madam», soll Trump gesagt haben, erzählt er CNBC. Er habe Keller-Sutter darauf hingewiesen, doch deren Vorschlag eines einprozentigen Zollsatzes habe er kategorisch zurückgewiesen: «Sie werden nicht 1 Prozent zahlen.»
Trump betonte zudem, er habe Keller-Sutter vor dem Gespräch nicht gekannt. Doch deren Haltung zu den Zöllen habe ihn irritiert. Weiter kündigte der US-Präsident mögliche drastische Massnahmen im Pharmasektor an. Die Zölle auf Arzneimittel könnten künftig bis zu 250 Prozent betragen. Die Schweiz erwähnte er dabei explizit und warf dem Land vor, «ein Vermögen mit Arzneimitteln zu machen».