In Grossbritannien ist die Zahl der Spitzenbeamten, die so viel verdienen wie der Premierminister, in den vergangenen zwei Jahren sprunghaft gestiegen. Laut Daten des Cabinet Office hat sich die Anzahl der Beamten mit einem Jahresgehalt zwischen 150.000 und 200.000 Pfund seit März 2023 um 114 Prozent erhöht – allein im vergangenen Jahr um 44 Prozent. 375 Beamte liegen inzwischen in dieser Gehaltsklasse, 35 davon verdienen sogar über 200.000 Pfund jährlich, berichtet die Financial Times.
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Zum Vergleich: Premierminister Keir Starmer erhält für sein Amt inklusive Abgeordnetensalär rund 170.000 Pfund pro Jahr. Einige seiner engsten Berater verdienen ähnliche Summen. Sein Sicherheitsberater Jonathan Powell sowie Wirtschaftsberater Varun Chandra etwa liegen laut Angaben des Cabinet Office knapp unter der Premier-Grenze.
Die Regierung erklärt den Anstieg mit inflationsbedingten Gehaltserhöhungen, die auf Empfehlungen unabhängiger Gehaltskommissionen zurückgegangen seien. Für das Haushaltsjahr 2023/2024 betrug das Plus 5,5 Prozent, für 2024/2025 weitere 5 Prozent. Seit April 2025 wurden zudem 3,25 Prozent konsolidiert auf das Grundgehalt aufgeschlagen.
Insgesamt beschäftigt der britische Staatsdienst derzeit rund 550.000 Personen – so viele wie seit 2006 nicht mehr. Die Regierung plant, die Zahl der Stellen um 10 Prozent zu reduzieren, um den durch Brexit und Pandemie aufgeblähten Apparat zu verschlanken.