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Selenskyj drängt USA zu Lieferung von Abfangraketen gegen ballistische Geschosse

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Selenskyj drängt USA zu Lieferung von Abfangraketen gegen ballistische Geschosse
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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj drängt die USA auf zusätzliche Lieferungen von Abfangraketen gegen ballistische Geschosse. In einem Interview mit CBS sagte Selenskyj, Russland greife die Ukraine verstärkt mit Raketen auf Energieanlagen, Wasserversorgung und Schulen an. «Das hat für uns höchste Priorität und ist eine enorme, enorme Herausforderung», erklärte er in der Sendung «Face the Nation».

CHRISTINE OLSSON / KEYSTONE
Wolodymyr Selenskyj an einer Medienkonferenz in Uppsala
CHRISTINE OLSSON / KEYSTONE

Selenskyj teilte mit, er habe sich in den vergangenen Tagen direkt an das Weisse Haus und den US-Kongress gewandt. «Ich habe einen Brief an das Weisse Haus und an den Kongress der Vereinigten Staaten geschickt», sagte er. Die Ukraine leide unter einem «grossen Defizit» bei der Luftabwehr. Nur die Vereinigten Staaten seien in der Lage, genügend moderne Systeme und Raketen zu produzieren, um die Lücke gegenüber Russland zu schliessen.

Der ukrainische Präsident verwies dabei ausdrücklich auf die Belastung der amerikanischen Rüstungsreserven durch den Krieg mit dem Iran. Dieser Konflikt habe Ressourcen gebunden und die öffentliche Aufmerksamkeit von der Ukraine abgezogen. Deshalb fordert Kiew eine Ausweitung der amerikanischen Produktion von Luftabwehrsystemen und Munition.

Zugleich hob Selenskyj hervor, dass die Ukraine ihrerseits Unterstützung im Nahen Osten angeboten habe. Nach eigenen Angaben entsandte Kiew mehr als 200 Spezialisten, um bei der Verteidigung amerikanischer Stützpunkte und kritischer Infrastruktur in Ländern wie Saudi-Arabien oder den Vereinigten Arabischen Emiraten zu helfen.

Nach Darstellung Selenskyjs hat Russland seine Raketen- und Drohnenangriffe intensiviert, weil die eigenen Bodentruppen an der Front an Schwung verloren hätten. Bereits im Januar habe er amerikanische Partner darauf hingewiesen, dass Moskau auf dem Schlachtfeld an Initiative verliere und sich deshalb ein Zeitfenster für Verhandlungen öffnen könnte. «Jetzt haben sie begonnen, uns mit massiven Raketenangriffen zu attackieren», sagte Selenskyj. Der verstärkte Beschuss sei Ausdruck dieser Entwicklung.

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