Die Region des Nahen und Mittleren Ostens war seit je unruhig. Drei Religionen prallen dort aufeinander. Neuestens besteht die Gefahr, dass sich der Konflikt kriegerisch ausweitet. Denn es geht um den gefährdeten Nachschub von Erdöl. Dieser wichtige Rohstoff dient nicht nur zum Heizen, sondern ist auch der Grundstoff für Textilien, wertvolle Kunststoffe aller Art und auch Elektrizität.
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Präsident Donald Trump ist kein strategischer Typ, er handelt im Moment. Sehr wohl eine Strategie haben aber die US-Streitkräfte sowie auch jene von Israel. Sie wollen erstens den Iran von Raketen und Drohnen entwaffnen. Und zweitens die oberste Führung des Iran ausschalten. Wie weit beides gelingt oder gelungen ist, bleibt abzuwarten.
Wenigstens ist eine solche Kriegsführung humaner als 1945 – zum Beispiel die Bombardierung von Dresden oder die Atombombenabwürfe auf zwei japanische Städte. Man hofft, dass im Iran die Opposition eine neue Regierung bildet. Präsident Trump hat diesen Regimewechsel ausdrücklich zum Ziel erhoben. Nur ist auch dieses weniger leicht zu erreichen als erhofft.
Es bleibt nur zu hoffen, dass angesichts der sich ausbreitenden Kriegsgefahr bei uns der Hinterste und Letzte merkt, wie wichtig die schweizerische Neutralität ist. Ausdrücklich: die schweizerische, also die immerwährende, bewaffnete und umfassende (integrale) Neutralität, die auch die nichtmilitärischen Zwangsmassnahmen (Wirtschaftsboykotte, diplomatische Zwangsmassnahmen usw.) ausschliesst. Die Golfstaaten haben sich im Iran-Krieg auch sofort neutral gegeben. Aber glaubwürdig ist diese Neutralität nicht, wenn dort die USA gleichzeitig militärische Stützpunkte und Marinehäfen unterhalten. Umso mehr muss unsere Neutralität wieder glaubwürdig werden.