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«Schwarze Liste»: Israel kündigt Zusammenarbeit mit Uno-Generalsekretär Guterres

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«Schwarze Liste»: Israel kündigt Zusammenarbeit mit Uno-Generalsekretär Guterres
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Israel hat die Zusammenarbeit mit Uno-Generalsekretär António Guterres aufgekündigt. Israels Uno-Botschafter Danny Danon erklärte auf der Plattform X, Anlass sei die Entscheidung der Vereinten Nationen, Israel wegen Vorwürfen sexualisierter Gewalt in Konfliktgebieten auf eine interne «schwarze Liste» zu setzen.

«Wir haben genug von diesem Generalsekretär», schrieb Danon. Israel werde sämtliche Kontakte mit dem Büro von Guterres bis zum Ende von dessen Amtszeit Ende dieses Jahres einstellen. Der Schritt markiert einen weiteren Tiefpunkt in den ohnehin schwer belasteten Beziehungen zwischen Israel und der Uno seit Beginn des Gaza-Kriegs. Hintergrund ist ein noch unveröffentlichter Uno-Bericht zu sexualisierter Gewalt in Konfliktregionen. Bereits im vergangenen Jahr hatten die Vereinten Nationen erklärt, es gebe «glaubwürdige Informationen» über sexuelle Gewalt durch israelische Sicherheitskräfte gegen palästinensische Gefangene.

DANIEL IRUNGU / KEYSTONE
Uno-Generalsekretär António Guterres an einer Medienkonferenz (Symbolbild)
DANIEL IRUNGU / KEYSTONE

Die Uno kritisierte damals insbesondere, dass Israel internationalen Inspektoren den Zugang verweigere. Die israelische Regierung weist die Vorwürfe zurück und wirft den Vereinten Nationen seit Monaten Einseitigkeit gegen den jüdischen Staat vor. Besonders die Kritik von Guterres am israelischen Militäreinsatz im Gazastreifen hatte in Jerusalem scharfe Reaktionen ausgelöst.

Israelische Regierungsvertreter werfen dem Uno-Generalsekretär vor, den Terrorangriff der Hamas vom 7. Oktober 2023 nicht ausreichend verurteilt und stattdessen den Fokus auf das Vorgehen Israels gelegt zu haben.

Bereits im Oktober 2024 erklärte Israel Guterres offiziell zur «unerwünschten Person». Seither verschlechterten sich die Beziehungen weiter. Mehrfach verweigerte Israel Uno-Vertretern die Zusammenarbeit oder kritisierte Berichte internationaler Organisationen als politisch motiviert.

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