Der Secret Service hat nahe dem Weissen Haus in Washington einen bewaffneten Mann nach einem Schusswechsel getötet. Nach Angaben mehrerer US-Medien handelt es sich um den 21-jährigen Nasire B. aus dem Bundesstaat Maryland. Der Vorfall ereignete sich am Samstagabend im Bereich der 17th Street NW und der Pennsylvania Avenue.
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Laut dem Secret Service zog der Mann an einem Sicherheitscheckpoint eine Waffe aus einer Tasche und eröffnete das Feuer auf Beamte. Einsatzkräfte schossen zurück und trafen den Angreifer. Der Mann starb später im Krankenhaus. Auch ein unbeteiligter Passant wurde bei dem Schusswechsel verletzt. Die Behörden prüfen derzeit, ob die Verletzung durch Schüsse des Verdächtigen oder des Secret Service verursacht wurde.
US-Präsident Donald Trump hielt sich zum Zeitpunkt des Vorfalls im Weissen Haus auf, blieb jedoch unverletzt. Nach dem Schusswechsel wurde das Regierungsgebäude zeitweise abgeriegelt. Trump dankte später auf seiner Plattform Truth Social dem «grossartigen Secret Service» für das «schnelle und professionelle Vorgehen gegen einen Bewaffneten».
Nach Medienberichten war Nasire B. den Sicherheitsbehörden bereits bekannt. Laut CNN wurde er im Juni 2025 festgenommen, nachdem er eine Zufahrt zum Weissen Haus blockiert und erklärt hatte, er sei «Jesus Christus». Anschliessend wurde er demnach zur psychiatrischen Untersuchung eingewiesen. Wenige Wochen später soll er erneut versucht haben, in den Bereich des Weissen Hauses einzudringen. Ein Richter untersagte ihm daraufhin die Annäherung an das Gelände.
Bei früheren Ermittlungen stiessen Behörden zudem auf Beiträge in sozialen Netzwerken, in denen sich der Mann als «der echte Osama bin Laden» bezeichnet und Drohungen gegen Trump ausgesprochen haben soll. Die genaue Motivation der Tat bleibt weiterhin unklar.