Sachsen fordert ein Ende der Lehrerverbeamtung in ganz Deutschland. Kultusminister Conrad Clemens (CDU) kündigte an, eine entsprechende Initiative in die Kultusministerkonferenz einzubringen. «Wir streben einen Deutschland-Pakt gegen Lehrerverbeamtung an», sagte Clemens der Bild. Ziel sei es, den Wettbewerb der Bundesländer um Lehrkräfte zu beenden und langfristig Kosten zu senken.
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Hintergrund sind steigende Ausgaben und sinkende Schülerzahlen. Verbeamtete Lehrer verursachen für die Länder deutlich höhere Versorgungskosten als angestellte Pädagogen. Während Angestellte im Ruhestand meist weniger als 50 Prozent ihres letzten Einkommens erhalten, bekommen Beamte laut Ministerium bis zu 71 Prozent – finanziert aus Steuermitteln.
In Sachsen unterrichten derzeit rund 34.000 Lehrer, davon 14.200 als Beamte. Seit 2019 hatte der Freistaat wieder verbeamtet, um dem Lehrermangel zu begegnen. Nun stuft die Landesregierung diesen Kurs als langfristig nicht mehr tragfähig ein. In einem internen Reformpapier ist ausdrücklich eine Initiative «zur gleichzeitigen Abschaffung der Lehrerverbeamtung in allen Bundesländern» vorgesehen.