In Sachsen-Anhalt ist Munition der Bundeswehr in erheblichem Umfang abhandengekommen. Wie das Verteidigungsministerium bestätigte, wurden rund 20.000 Schuss Munition aus einem Transportanhänger entwendet. Der Diebstahl ereignete sich laut Behördenangaben bereits in der Nacht zum 25. November in Burg im Jerichower Land, berichtet der öffentlich-rechtliche Sender MDR.
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Die Munition befand sich in einem Anhänger eines zivilen Spediteurs, der laut Bundeswehr auf dem Weg zur Clausewitz-Kaserne war. Da der Fahrer die Ladung nicht wie geplant abliefern konnte, übernachtete er spontan in einem nahegelegenen Hotel. Der Hänger mit der Munition stand dabei unbewacht auf einem öffentlichen Parkplatz. Erst bei der späteren Anlieferung wurde festgestellt, dass der Anhänger aufgebrochen worden war.
Gestohlen wurden unter anderem 10.000 scharfe Patronen für Pistolen, knapp 10.000 Übungsplatzpatronen für Sturmgewehre sowie 15 pyrotechnische Geschosse, wie ein Sprecher des Unterstützungsbereichs der Bundeswehr mitteilte.
Kritik richtet sich nun gegen die Spedition. Zwar existiert laut Bundeswehr eine zentrale Notrufnummer für solche Fälle, über die sichere Abstellmöglichkeiten oder Begleitschutz koordiniert werden können – warum diese Möglichkeit nicht genutzt wurde, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen.
Erst im August hatte die Polizei in Bernburg Munition verloren, auch in Eisleben gab es einen ähnlichen Fall. Bereits 2024 war bekannt geworden, dass in polizeilichen Waffenkammern Waffen nicht ordnungsgemäss vernichtet worden seien.