Russland will laut der Nachrichtenagentur Reuters die Durchleitung von kasachischem Öl zur Raffinerie PCK Schwedt ab dem 1. Mai stoppen. Ein entsprechend angepasster Exportplan sei an Kasachstan und Deutschland übermittelt worden.
Der Kreml wies die Darstellung zurück. Sprecher Dmitri Peskow erklärte, ihm sei kein Schritt zur Einstellung der Ölexporte bekannt. Das russische Energieministerium äusserte sich nicht konkret. Brandenburgs Wirtschaftsministerin Martina Klement bestätigte hingegen, dass die Lieferung von kasachischem Erdöl nach Schwedt «ab Mai – aber vorübergehend – ausgesetzt» werde. Die Landesregierung stehe dazu im «engen Austausch» mit der Betreibergesellschaft PCK, der Bundesregierung und der Bundesnetzagentur.
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Auch die Ölraffinerie Rosneft Deutschland meldete Schwierigkeiten. Man habe von kasachischen Partnern Hinweise auf Probleme beim Transport über die Druschba-Pipeline erhalten, sagte Sprecher Burkhard Woelki der Deutschen Presse-Agentur. «Wir müssen prüfen, wie wir gegebenenfalls Ersatzlieferungen sicherstellen können, damit die PCK weiterhin voll produzieren kann.»
Die Raffinerie in Schwedt ist zentral für die Versorgung der Region Berlin-Brandenburg. Über die Pipeline wurden zuletzt rund 43.000 Barrel Öl pro Tag geliefert. Ein Ausfall würde einen erheblichen Teil der Verarbeitungskapazität betreffen.