Der Chef des russischen Parlaments, Wjatscheslaw Wolodin, droht der Ukraine nach Angriffen auf russische Zivilisten mit dem Einsatz von Massenvernichtungswaffen. «Das alles kann dazu führen, dass wir die Waffe einsetzen, die von niemandem mehr eine Spur übrig lässt», sagte Wolodin laut der Pressemitteilung des Parlaments. Er warnte davor, die Lage weiter zu eskalieren.
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Auslöser der neuen Drohungen ist ein Drohnenangriff auf ein Wohnheim in Starobilsk im von Russland besetzten Gebiet Luhansk. Nach Angaben der Besatzungsbehörden kamen dabei in der vergangenen Woche 21 Zivilisten ums Leben. Der ukrainische Generalstab erklärte dagegen, Ziel des Angriffs sei eine Drohneneinheit des russischen Militärs gewesen.
Russlands Präsident Wladimir Putin ordnete nach der Attacke Vergeltungsmassnahmen an. Das russische Militär griff daraufhin am Sonntag die Ukraine grossflächig an und setzte dabei nach russischen Angaben auch die neue Mittelstreckenrakete vom Typ Oreschnik ein. Das russische Aussenministerium kündigte weitere Angriffe auf Kiew an und begründete dies erneut mit dem Tod von Zivilisten in Starobilsk. Aussenminister Sergei Lawrow informierte darüber auch US-Staatssekretär Marco Rubio.
Nach den neuen Angriffsdrohungen bestellte die Europäische Union den derzeit ranghöchsten russischen Vertreter bei der EU ein. Eine Sprecherin der EU-Aussenbeauftragten Kaja Kallas bezeichnete den russischen Aufruf an Diplomaten und Ausländer, Kiew zu verlassen, auf der Plattform X als «inakzeptable Eskalation». Die EU halte ihre diplomatische Präsenz in der ukrainischen Hauptstadt aufrecht.