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Rotstift beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk: Wegen fehlender Einnahmen wackeln beim MDR selbst die einstigen Prestigeformate

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Rotstift beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk: Wegen fehlender Einnahmen wackeln beim MDR selbst die einstigen Prestigeformate
Rotstift beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk: Wegen fehlender Einnahmen wackeln beim MDR selbst die einstigen Prestigeformate
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Der MDR plant offenbar massive Einschnitte im Programm und könnte dabei sogar das ARD-«Mittagsmagazin» verlieren. Das berichtet die Bild-Zeitung unter Berufung auf Informationen aus Senderkreisen. Demnach sollen mehrere Sendestrecken bis Ende 2026 gestrichen oder verlagert werden.

Besonders betroffen wäre das Nachmittagsformat «MDR um Zwei», das laut dem Bericht zum Jahresende eingestellt werden soll. Produziert wird die Sendung im Landesfunkhaus Sachsen-Anhalt in Magdeburg. Mitarbeiter seien intern bereits über die Pläne informiert worden. Auch das ARD-«Mittagsmagazin», das seit einigen Jahren aus Leipzig produziert wird, steht demnach vor dem Aus beim MDR. Nach Informationen aus dem Sender soll die Produktion künftig an den Norddeutschen Rundfunk übergehen.

Jan Woitas/DPA/Keystone
Programmdirektion des Mitteldeutschen Rundfunks in Halle (Saale)
Jan Woitas/DPA/Keystone

Der Schritt gilt intern als besonders heikel. Die Verlagerung des «Mittagsmagazins» vom RBB zum MDR war einst als Prestigeprojekt für den Standort Ostdeutschland gefeiert worden. Dafür waren zuvor andere Formate gestrichen worden, darunter «MDR um 11». Nun droht offenbar der nächste Rückbau.

Hinter den Sparplänen steht wachsender finanzieller Druck bei den öffentlich-rechtlichen Sendern. Weil die geplante Erhöhung des Rundfunkbeitrags Ende 2024 politisch nicht umgesetzt wurde, fehlen dem MDR laut dem Bericht Millionenbeträge. Intern sei von zusätzlichem Sparbedarf in zweistelliger Millionenhöhe die Rede.

MDR-Intendant Ralf Ludwig hatte bereits angekündigt, dass die Einsparungen «im Programm spürbar» würden. Der Sender selbst spricht offiziell von «strategischen Entscheidungen», um die eigenen Stärken zu sichern. Übersetzt heisst das: Selbst bekannte ARD-Formate stehen nicht mehr unter Schutz.

Für zusätzliche Unruhe sorgt laut Bild, dass zentrale Gremien wie der Rundfunkrat offenbar erst nach der internen Information der Belegschaft offiziell unterrichtet werden sollten. Teilnehmer einer Mitarbeiterschalte berichteten dem Blatt von Fassungslosigkeit und emotionalen Reaktionen bis hin zu Tränen.

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