Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall will das angeschlagene F126-Fregattenprojekt der Bundeswehr übernehmen. Wie die Financial Times berichtet, bietet die neue Marinesparte von Rheinmetall rund zwölf Milliarden Euro für die Fertigstellung von sechs Kriegsschiffen für die deutsche Marine. Einschliesslich bereits gezahlter zwei Milliarden Euro an die bisher beteiligte niederländische Schiffbau-Unternehmen Damen würde das Projekt den deutschen Staat damit insgesamt rund vierzehn Milliarden Euro kosten.
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Das F126-Programm gilt als eines der grössten Beschaffungsprobleme der Bundeswehr. Die Schiffe sollten ursprünglich ab 2028 ausgeliefert werden. Wegen Softwareproblemen und Streitigkeiten mit deutschen Beschaffungsbehörden kam es jedoch zu jahrelangen Verzögerungen. Laut Bericht hält der Bund deshalb Zahlungen zurück. Rheinmetall erklärte demnach, das erste Schiff könne bis 2032 geliefert werden, bei vereinfachten Zertifizierungs- und Genehmigungsverfahren möglicherweise bereits in der zweiten Hälfte des Jahres 2031.
Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte vergangene Woche laut Financial Times, er hoffe, das F126-Projekt «unter deutscher Führung» erfolgreich abschliessen zu können. Im Bundestag wird jedoch mit kritischen Nachfragen gerechnet. Abgeordnete könnten insbesondere die höheren Kosten sowie Forderungen nach gelockerten Prüfverfahren hinterfragen.