Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kritisiert die US-Vermittler Steve Witkoff und Jared Kushner scharf wegen ihrer Reisen nach Moskau. In einem Interview sagte er: «Es ist respektlos, nach Moskau zu reisen und nicht nach Kiew zu kommen.»
Selenskyj erklärte, er habe Verständnis für die schwierige Anreise in das Kriegsgebiet, verwies jedoch darauf, dass andere internationale Vertreter Kiew besuchen würden. «Das brauchen nicht wir, sondern sie», sagte er. Zugleich betonte der Präsident, entscheidend seien die Ergebnisse der Verhandlungen und nicht der Ort.
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Hintergrund der Kritik sind wiederholte Besuche der US-Vermittler bei der russischen Führung in Moskau. Ein erwarteter Besuch in Kiew nach dem orthodoxen Osterfest am 12. April fand bislang nicht statt. In der Ukraine wächst die Sorge, von den USA weniger Unterstützung zu erhalten, da Washington seine Aufmerksamkeit stärker auf andere Konflikte richtet.
Selenskyj lehnte zudem erneut Forderungen nach einem Rückzug aus den ostukrainischen Regionen Luhansk und Donezk ab. «Das wäre fraglos für uns strategisch gesehen eine Niederlage», sagte er. Ein Abzug würde die Verteidigungsfähigkeit und die Moral der ukrainischen Streitkräfte schwächen.