Der ukrainische Generalstab hat zwei hochrangige Offiziere wegen geschönter Lageberichte aus dem Frontgebiet bei Charkiw abgesetzt. Die Militärführung erklärte, das bisherige Kommando habe «die reale Lage verschleiert», wie die Welt berichtet.
Betroffen sind der Kommandeur der 14. mechanisierten Sonderbrigade sowie der Chef des übergeordneten 10. Armeekorps. Laut Generalstab gingen infolge falscher Einschätzungen Stellungen verloren, zudem seien Fehler bei der Versorgung der Truppen festgestellt worden. Gegen die frühere Führung wurden dienstliche Ermittlungen eingeleitet.
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Die Vorfälle betreffen Frontabschnitte östlich des Flusses Oskil bei Kupjansk, wo die Versorgung der ukrainischen Einheiten durch anhaltende russische Luft- und Raketenangriffe stark erschwert ist. Nach offiziellen Angaben erfolgt der Nachschub teilweise über Boote und Drohnen.
Zusätzlichen Druck erzeugten Berichte über gravierende Versorgungsprobleme. Die Tochter eines Militärangehörigen veröffentlichte Bilder ausgemergelter Soldaten und schrieb: «Die Jungs sind ohne Essen und Wasser! Die Kämpfer werden vor Hunger ohnmächtig, trinken Regenwasser.» Das Verteidigungsministerium in Kiew reagierte umgehend auf die Vorwürfe.