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Putin in Schwierigkeiten? Dann wird’s erst richtig gefährlich

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Putin in Schwierigkeiten? Dann wird’s erst richtig gefährlich
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Man liest derzeit überall die gleichen Schlagzeilen: Wladimir Putin stecke in Schwierigkeiten, er sei nicht mehr der «Strong Man», der er sein wolle, und Russland drohe den Krieg in der Ukraine militärisch zu verlieren. Begleitet wird dies von einer hämischen Sandkastenfreude gewisser Journalisten, die sich an den Siegesparaden in Moskau abarbeiten.

Mikhail Metzel/Sputnik/Keystone
Wladimir Putin im Kreml in Moskau
Mikhail Metzel/Sputnik/Keystone

Doch man muss hier eine andere Sicht einnehmen: Wenn diese Berichte stimmen, dann wird es erst richtig gefährlich. Es ist eine Politik des suizidalen Wahnsinns, eine Atommacht wie Russland so massiv in die Ecke zu drängen. Wer glaubt, eine Niederlage Russlands auf dem Schlachtfeld sei eine erfreuliche Perspektive, verkennt die strategische Realität. Eine Atommacht, die sich in ihrer Existenz bedroht fühlt, wird die Neigung verspüren, stärkere Waffen einzusetzen.

Die aktuelle Ukraine-Politik vergiftet in Deutschland alles. Es hat sich ein moralisierender Tugendterror gebildet, eine jakobinische Selbstgerechtigkeit, die an die Französische Revolution erinnert. Wer es wagt, Frieden mit Russland zu fordern oder die strategischen Fehler des Westens zu benennen, wird sanktioniert oder auf den Index gesetzt. Dabei ist die Wahrheit ganz simpel: Russland ist aufgrund seiner Rohstoffe und seiner wirtschaftlichen Bedeutung ein lebenswichtiger Partner für Europa und insbesondere für Deutschland. Man fackelt die eigene Wirtschaft ab und lässt den Wohlstand in Luft aufgehen, nur um sich als moralischer Superheld gegenüber einem «neuen Hitler» zu inszenieren.

Diese Politik des Hochmuts ignoriert völlig die eigenen Sicherheitsinteressen. Europa muss Frieden schliessen mit Russland, anstatt sich geistig auf einen Krieg vorzubereiten, den es nicht gewinnen kann. Alles andere ist eine Politik der kollektiven Selbstzerstörung.

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