Die USA haben eine Militärinitiative zur Sicherung der Schifffahrt in der Strasse von Hormus angekündigt, während der Iran mit Angriffen auf US-Kräfte droht. US-Präsident Donald Trump erklärte auf seiner Plattform Truth Social, die Vereinigten Staaten würden «ihre Schiffe sicher aus diesen blockierten Wasserstrassen herausführen», um den globalen Handel aufrechtzuerhalten.
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Die Operation mit dem Namen «Projekt Freiheit» soll laut US-Angaben bereits begonnen haben. Hintergrund ist die faktische Blockade der strategisch zentralen Meerenge durch iranische Kontrolle und wiederholte Angriffe. Vor Ausbruch des Konflikts passierte rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls und Flüssiggases diese Route. Die US-Streitkräfte planen den Einsatz von Kriegsschiffen, Fluggeräten und rund 15.000 Soldaten, wobei Details zur konkreten Umsetzung offenbleiben.
Nach Angaben aus Washington zielt die Initiative zunächst darauf ab, sichere Routen zu identifizieren und Gefahren wie Seeminen zu kartieren. Eine direkte militärische Eskorte für Handelsschiffe ist derzeit offenbar nicht vorgesehen. Die USA sprechen von einer «humanitären Geste», da zahlreiche Schiffe seit Tagen festliegen und Versorgungsengpässe drohen.
Teheran reagierte umgehend mit scharfen Drohungen. Ein Vertreter des iranischen Militärs erklärte im Staatsfernsehen, «jede ausländische Streitkraft und besonders das aggressive US-Militär» werde angegriffen, sollte sie in die Meerenge einfahren. Auch politische Vertreter warnten, ein Eingreifen der USA verletze die bestehende Waffenruhe.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron forderte ein abgestimmtes Vorgehen und kritisierte den «unklaren» Rahmen der US-Pläne. Parallel laufen Gespräche zwischen Washington und Teheran über ein mögliches Kriegsende, bislang ohne Durchbruch.