Der Krieg zwischen den USA und dem Iran hat das globale Wirtschaftswachstum bereits deutlich gebremst und könnte laut Internationalem Währungsfonds (IWF) im weiteren Verlauf eine weltweite Rezession auslösen. Der IWF erklärte, der Konflikt habe schon jetzt rund zehn Prozent des für dieses Jahr erwarteten Wachstums gekostet, wie die österreichische Zeitung Der Standard berichtet.
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Konkret prognostiziert der Fonds für 2026 ein globales Wachstum von 3,1 Prozent statt der zuvor erwarteten 3,4 Prozent. Als Hauptursache gelten stark gestiegene Energiepreise infolge massiver Angebotsausfälle am Ölmarkt. Nach Angaben der Internationalen Energieagentur fehlen durch die Blockade zentraler Transportwege rund 13 Millionen Barrel Öl pro Tag, zudem wurden etwa 80 Energieanlagen in der Golfregion beschädigt.
Besonders betroffen sind energieimportierende Volkswirtschaften, allen voran Europa. Für die Eurozone wurden die Wachstumsaussichten nach unten korrigiert. Deutschland soll 2026 nur noch um 0,8 Prozent wachsen, Österreich um 0,7 Prozent. Hohe Energiepreise dämpfen Konsum und Investitionen und belasten die Industrie.
Demgegenüber zählt Russland zu den Profiteuren der Krise. Der IWF hat seine Wachstumsprognose für das Land nach oben angepasst. Höhere Öl- und Gaspreise führen laut Analysen zu zusätzlichen Einnahmen von rund 45 Milliarden Dollar, was dem Staat finanziellen Spielraum verschafft.
Auch in den USA zeigt sich ein gemischtes Bild: Während Energieunternehmen profitieren, belastet die steigende Inflation die Haushalte. Der IWF liess seine Prognose für die US-Wirtschaft dennoch unverändert.
Sollte der Ölpreis länger auf hohem Niveau bleiben, etwa bei 100 Dollar pro Barrel bis 2027, könnte das globale Wachstum laut IWF unter zwei Prozent fallen. Dies käme einer Rezession gleich und würde weltweit sinkende Pro-Kopf-Einkommen bedeuten.