Der Politikwissenschaftler Carlo Masala, bekannt als sicherheitspolitischer Experte und Gast in deutschen Talkshows, sieht sich mit neuen Plagiatsvorwürfen konfrontiert. Der Kommunikationswissenschaftler und Plagiatsprüfer Stefan Weber veröffentlichte auf X einen Beitrag, in dem er Masala scharf angreift.
Weber fragt, wie es möglich sei, dass einer der «renommiertesten» Politikexperten «auf diese peinliche und stümperhafte Weise plagiierte». Es sei «unfassbar, was in der wissenschaftlichen Textproduktion seit Jahrzehnten schiefläuft. Wir werden von falschen Experten verarscht. Das muss ein Ende haben.»
SVEN HOPPE / KEYSTONE
CARLO MASALA, EIN WEITERER #PLAGIATOR!
— „Plagiatsjäger“ (@SprachPhilo) December 2, 2025
Man gestatte mir die bescheidene Frage, wie es möglich war, dass einer der "renommiertesten" deutschen Politikwissenschaftler und Ukraine-Kriegs-Erklärer, der vielfach ausgezeichnete und hoch dekorierte Carlo #Masala, in seiner #Doktorarbeit… pic.twitter.com/ByTR10nxnq
Weber präsentiert mehrere Textstellen aus Masalas Dissertation von 1996, die nach seiner Analyse starke Übereinstimmungen mit einer früheren Arbeit des Historikers Eckart Conze aufweisen sollen. Dokumentiert werden nahezu wortgleiche Passagen, bei denen Masala Formulierungen und Struktur übernommen habe, ohne dies ausreichend kenntlich zu machen.