Die Pensionsverpflichtungen für Beamte in Deutschland belaufen sich nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) auf rund 2,3 Billionen Euro. Das berichtet die Bild. Der Betrag entspricht dem geschätzten Barwert der Pensionszusagen von Bund und Ländern, also jener Summe, die heute zurückgelegt werden müsste, um künftige Versorgungsansprüche zu finanzieren.
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Nach Angaben des IW lag allein der Barwert der Pensionszusagen des Bundes Ende 2024 bei 903 Milliarden Euro. IW-Ökonom Tobias Hentze geht davon aus, dass die Verpflichtungen der Länder in ähnlicher Grössenordnung gestiegen sind. Daraus ergibt sich ein Gesamtwert von rund 2,3 Billionen Euro.
Der Bund der Steuerzahler warnt vor den langfristigen Folgen für die öffentlichen Haushalte. Präsident Reiner Holznagel kritisiert die hohe Zahl von Verbeamtungen und erklärt: «Die Massenverbeamtungen fallen uns Steuerzahlern schwer auf die Füsse – und leider kommt ein Grossteil der Rechnung den kommenden Generationen zu.» Nach Angaben des Verbandes kosten Pensionen und Beihilfen bereits heute rund 120 Milliarden Euro pro Jahr.
Auch die Stiftung Marktwirtschaft sieht strukturelle Probleme bei der Finanzierung künftiger Pensionslasten. Sie verweist auf Anreize für politische Entscheidungsträger, Kosten in die Zukunft zu verlagern. Kritik gibt es zudem am Umgang mit bestehenden Rücklagen. So griff die Landesregierung von Schleswig-Holstein nach Angaben der Zeitung auf 300 Millionen Euro aus einem Pensionsfonds zurück.
Laut Daten des Sachverständigenrats steigen die Ausgaben für die Beamtenversorgung langfristig von 1,55 Prozent der Wirtschaftsleistung im Jahr 2010 auf 2,2 Prozent im Jahr 2080. Der Deutsche Beamtenbund weist Vergleiche zwischen Renten und Pensionen zurück, fordert jedoch ebenfalls ausreichende Rückstellungen für künftige Versorgungsansprüche.