Grossbritannien hat dem AfD-Europaabgeordneten Petr Bystron die Einreise verweigert, berichtet die Bild-Zeitung. Die britische Visum- und Einwanderungsbehörde lehnte den Antrag des Politikers auf eine elektronische Reisegenehmigung ab. Bystron wollte am Samstag in London bei einer Grossdemonstration des rechten Aktivisten Tommy Robinson sprechen.
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In dem Schreiben der Behörden heisst es zur Begründung: «Wir sind davon überzeugt, dass Ihr Aufenthalt im Vereinigten Königreich dem öffentlichen Wohl nicht dienlich ist.» Nach Angaben des Berichts wurden insgesamt sieben rechten Politikern und Influencern die Einreise untersagt.
Die geplante Demonstration steht unter dem Motto «Unite the Kingdom». Organisiert wird sie vom rechten Islam-Kritiker Tommy Robinson, der mit bürgerlichem Namen Stephen Yaxley-Lennon heisst. Robinson mobilisiert seit Jahren mit regierungskritischen und migrationskritischen Kundgebungen Zehntausende Teilnehmer.
Bystron reagierte empört auf das Einreiseverbot und sprach auf der Plattform X vom «Ende der Meinungsfreiheit» in Grossbritannien. Er erklärte: «Premierminister Starmer verhängt Einreiseverbote gegen internationale Kritiker.» Gegenüber der Bild-Zeitung sagte der AfD-Politiker weiter: «Starmer hat Panik.» Das Vorgehen erinnere ihn «an den Kommunismus».
Der britische Premierminister Keir Starmer hatte im Vorfeld der Demonstration angekündigt, Extremisten die Einreise nach Grossbritannien zu verweigern. Laut Guardian erklärte der Labour-Politiker: «Dies ist nichts Geringeres als ein Kampf um die Seele unserer Nation.» Starmer steht innenpolitisch zunehmend unter Druck und sieht sich mit Rücktrittsforderungen konfrontiert.
Bereits im vergangenen Jahr war Bystron bei einer Kundgebung von Tommy Robinson in London als Redner aufgetreten. Damals sagte der AfD-Politiker vor Tausenden Teilnehmern: «Eure Feinde sind unsere Feinde, euer Kampf ist unser Kampf.»