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«New York Times»: Saudi-Arabien und Emirate führen laut US-Beamten geheime Vergeltungsangriffe gegen Iran aus

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«New York Times»: Saudi-Arabien und Emirate führen laut US-Beamten geheime Vergeltungsangriffe gegen Iran aus
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Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate sollen während des jüngsten Nahost-Kriegs erstmals direkte Angriffe auf iranisches Staatsgebiet durchgeführt haben. Das berichtet die New York Times unter Berufung auf aktuelle und ehemalige hochrangige US-Beamte. Die Regierungen in Riad und Abu Dhabi bestätigten die Angriffe bislang nicht.

Abedin Taherjenareh/EPA/Keystone
Anti-israelisches und US-feindliches Plakat am Palestine Square in Teheran (Symbolbild)
Abedin Taherjenareh/EPA/Keystone

Gemäss den Angaben reagierten beide Golfstaaten auf massive iranische Raketen- und Drohnenangriffe während des Kriegs zwischen dem Iran, Israel und den USA. Seit Beginn der Kämpfe Ende Februar hatte der Iran wiederholt Ziele in den Golfstaaten attackiert. Dabei wurden Energieanlagen, Flughäfen, Häfen und Hotels beschädigt. Laut amerikanischen Regierungsvertretern kamen mindestens neunzehn Zivilisten ums Leben.

Die Angriffe markieren einen Bruch mit der bisherigen Strategie der Golfmonarchien. Saudi-Arabien und die Emirate hatten direkte militärische Konfrontationen mit dem Iran lange vermieden und sich stattdessen auf den militärischen Schutz der USA verlassen. Nun scheinen beide Staaten zunehmend bereit zu sein, eigenständig militärisch gegen Teheran vorzugehen.

Welche Ziele im Iran getroffen wurden und wann die Operationen stattfanden, blieb offen. Unklar ist auch, ob die Angriffe mit Washington abgestimmt waren. Die New York Times verweist jedoch auf frühere Aussagen von US-Präsident Donald Trump. Dieser hatte bereits im März erklärt, der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman «kämpfe mit uns». Später sagte Trump bei einer Veranstaltung in Miami, nahezu alle Golfstaaten hätten an der Seite der USA agiert.

Die Golfstaaten stehen seit Kriegsbeginn unter wachsendem Druck. Iranische Angriffe erschütterten das Sicherheitsmodell der ölreichen Monarchien, die sich bisher als stabile Wirtschafts- und Finanzzentren präsentierten. Gleichzeitig wächst in der Region die Sorge, dass die amerikanischen Sicherheitsgarantien gegenüber dem Iran an Grenzen stossen könnten.

Besonders die Emirate verfolgen inzwischen einen härteren Kurs gegenüber Teheran und vertieften zuletzt ihre Zusammenarbeit mit den USA und Israel. Laut dem Bericht lieferte Israel den Emiraten während des Kriegs sogar heimlich Teile seines Iron-Dome-Abwehrsystems zur Raketenabwehr.

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