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Nato-Kampfjet schiesst ukrainische Drohne über Estland ab – Kiew entschuldigt sich für «unbeabsichtigten Vorfall»

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Nato-Kampfjet schiesst ukrainische Drohne über Estland ab – Kiew entschuldigt sich für «unbeabsichtigten Vorfall»
Nato-Kampfjet schiesst ukrainische Drohne über Estland ab – Kiew entschuldigt sich für «unbeabsichtigten Vorfall»
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Ein Nato-Kampfjet hat erstmals eine mutmasslich ukrainische Drohne über Estland abgeschossen. Das berichtet Euronews unter Berufung auf die estnische Regierung. Die Drohne war nach Angaben von Verteidigungsminister Hanno Pevkur über Südestland unterwegs und sollte vermutlich russische Ziele angreifen. Wegen ihrer Flugbahn habe man entschieden, sie abzuschiessen.

Toms Kalnins/Keystone
Französischer Rafale-Jet der Nato-Luftüberwachung im Baltikum (Symbolbild)
Toms Kalnins/Keystone

Der Abschuss erfolgte durch eine F-16 der Nato-Luftüberwachung im Baltikum. Nach Angaben des ukrainischen Aussenministeriums handelte es sich um einen «unbeabsichtigten Vorfall». Kiew entschuldigte sich bei Estland und den baltischen Staaten und kündigte gemeinsame Untersuchungen mit Tallinn an, um ähnliche Fälle künftig zu verhindern.

Die ukrainische Regierung machte zugleich Russland verantwortlich. Sprecher Heorhij Tychyi erklärte, Moskau leite ukrainische Drohnen mithilfe elektronischer Kriegsführung gezielt in Richtung Baltikum um. Russland betreibe parallel dazu eine verstärkte Propagandakampagne.

Der Vorfall verschärft die Spannungen im Ostseeraum zusätzlich. Russlands Auslandsgeheimdienst SWR behauptete am selben Tag, die Ukraine bereite Drohnenangriffe auf russisches Gebiet von baltischen Staaten aus vor. Moskau drohte indirekt mit Vergeltung und erklärte, Nato-Mitgliedschaft werde jene nicht schützen, die «Terroristen» unterstützten. Lettland und die Ukraine wiesen die Vorwürfe zurück.

Besonders brisant ist der Zeitpunkt: In Lettland war erst vergangene Woche die Regierung nach mehreren Drohnenvorfällen und wachsender Kritik an der Sicherheitslage zerbrochen. Zugleich warnen baltische Staaten seit Monaten vor zunehmenden Grenzverletzungen und hybriden Operationen im Umfeld des Ukraine-Kriegs.

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