Serbiens Militärgeheimdienst weist eine Beteiligung der Ukraine an einem mutmasslichen Sabotageversuch gegen eine Gaspipeline nach Ungarn zurück. Der Chef des serbischen Militärgeheimdienstes, Duro Jovanic, sagte laut Politico-Bericht, es sei «nicht wahr, dass die Ukrainer versucht haben, den Anschlag zu organisieren».
Zuvor hatte Präsident Aleksandar Vucic erklärt, Behörden hätten «einen Sprengsatz von verheerender Sprengkraft» nahe einer Pipeline entdeckt, die russisches Gas nach Ungarn transportiert. Der Fund erfolgte wenige Tage vor den ungarischen Parlamentswahlen. Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán sprach von einer «Sabotageoperation» und stellte einen Zusammenhang mit der Ukraine in den Raum, ohne Kiew formell zu beschuldigen.
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Jovanic widersprach dieser Darstellung ausdrücklich. Entdeckt worden sei speziell verpackter, hermetisch versiegelter Sprengstoff mit Zündkapseln. Die Herkunft des Sprengstoffs lasse keine Rückschlüsse auf die Urheberschaft zu. «Der Hersteller des Sprengstoffs bedeutet nicht, dass er auch derjenige ist, der ihn in Auftrag gegeben oder ausgeführt hat», sagte er und verwies darauf, dass Markierungen auf eine Produktion in den USA hindeuteten.
Die Ukraine wies jede Beteiligung zurück. Das Aussenministerium in Kiew erklärte, entsprechende Vorwürfe würden «kategorisch» bestritten, und sprach von einem möglichen Täuschungsmanöver. Auch aus der ungarischen Opposition kamen Zweifel; sie vermutet innenpolitische Motive im Wahlkampf.
Die Ermittlungen in Serbien laufen weiter. Ein klarer Verantwortlicher ist bislang nicht benannt.