Der russische Präsident Wladimir Putin sieht den Ukraine-Krieg offenbar seinem Ende entgegengehen und hat überraschend Altkanzler Gerhard Schröder als möglichen Vermittler gegenüber Europa ins Spiel gebracht. Bei einer ausserordentlichen Pressekonferenz nach der Militärparade zum «Tag des Sieges» in Moskau erklärte Putin, die Angelegenheit neige sich «dem Ende zu».
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Der Kremlchef sagte, der slowakische Ministerpräsident Robert Fico habe ihm berichtet, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zu einem persönlichen Treffen bereit sei. Ein solches Gespräch könne in einem Drittland stattfinden. Voraussetzung sei jedoch eine «belastbare Friedensvereinbarung» im Voraus. Gleichzeitig wies Putin Berichte zurück, wonach Fico eine persönliche Botschaft Selenskyjs überbracht habe. «Es gab keine persönliche Botschaft», sagte der russische Präsident.
Besonders auffällig war Putins Verweis auf den ehemaligen deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder. Auf die Frage nach möglichen Gesprächen mit Europa erklärte Putin, Schröder wäre für ihn die bevorzugte Person als Vermittler. Der SPD-Politiker gilt seit Jahren als enger Vertrauter Putins und steht wegen seiner Tätigkeiten für russische Staatskonzerne im Westen stark in der Kritik.
Der Kreml argumentiert seit längerem, nicht Moskau, sondern die europäischen Staaten hätten nach Beginn des Krieges 2022 den Kontakt zu Russland abgebrochen. Putin warf Europa erneut vor, den Konflikt weiter anzuheizen. Gleichzeitig warnte er, Europa wisse selbst, «dass dieses Spiel teuer werden könnte». Vor allem technische und technologische Unterstützung aus Europa halte die Ukraine weiterhin kampffähig.