Die SPD-Politikerin Saskia Esken fordert Unternehmen zum Boykott des Podcasts «Ben ungeskriptet» auf, nachdem dort der Thüringer AfD-Politiker Björn Höcke zu Gast war. Dies sagte Esken in einem am Mittwoch veröffentlichten Video auf Instagram. Unternehmen, deren Werbung in dem Podcast ausgespielt werde, «sollten mal schauen, wie sich das abstellen lässt», erklärte die SPD-Politikerin. Firmen müssten es nicht hinnehmen, dass «ein Faschist» unwidersprochen auftreten könne und dies durch Werbeeinnahmen mitfinanziert werde. «Ich sag mal: Blacklisting hilft», sagte Esken weiter.
Saskia Esken ist und bleibt eine der besten Wahlkampfhelferinnen, welche die AfD außerhalb ihrer Reihen hat. HÖRT SELBST! pic.twitter.com/S4R5pZVKja
— Theresa Finn 🇩🇪 (@Theresa_Finn_) May 6, 2026
Esken kritisierte insbesondere, dass der AfD-Politiker dort «ungeskriptet und unwidersprochen» habe sprechen können. Damit lasse sich «in kurzer Zeit Millionen von Aufrufen und ziemlich gute Werbeeinnahmen» erzielen, erklärte sie.
In ihrem Video zog Esken zudem einen Vergleich zwischen Höcke und Alexander Eichwald. Dieser war bei einem Gründungstreffen der Partei «Generation Deutschland» mit einer Rede aufgefallen, die nach Darstellung Eskens an den Stil Adolf Hitlers erinnert habe. Eichwald war im Oktober 2025 in die Partei eingetreten und später wieder ausgeschlossen worden.
Esken erklärte, Höcke müsse trotz mehrfacher Kontroversen keinen Parteiausschluss befürchten.