Der mutmassliche Angreifer auf das Korrespondentendinner in Washington hat vor einem Bundesgericht sämtliche Vorwürfe zurückgewiesen. Die US-Justiz wirft dem 31-jährigen Cole Thomas Allen versuchten Mord an Präsident Donald Trump, den Angriff auf einen Bundesbeamten sowie Verstösse gegen das Waffenrecht vor. Das geht aus der Anklageverlesung vor dem Bundesgericht in Washington hervor.
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Allen erschien in Handschellen, Fussfesseln und orangefarbener Häftlingskleidung vor Gericht. Während der kurzen Anhörung äusserte er sich nicht selbst. Einer seiner Anwälte liess für ihn erklären, dass er auf nicht schuldig plädiere. Die nächste Anhörung wurde auf den 29. Juni angesetzt. Im Falle einer Verurteilung droht dem Beschuldigten lebenslange Haft.
Nach Darstellung der Bundesanwaltschaft soll Allen am 25. April in einem Hotel in Washington einen Sicherheitsbeamten angeschossen haben. Ermittler gehen davon aus, dass er sich gewaltsam Zugang zu jener Gala verschaffen wollte, an der neben Trump zahlreiche Journalisten sowie Vertreter der US-Regierung teilnahmen. Sicherheitskräfte lieferten sich laut Anklage einen Schusswechsel mit dem Mann und nahmen ihn anschliessend fest. Der verletzte Sicherheitsbeamte überlebte dank schusssicherer Weste.
Trump und seine Ehefrau Melania wurden während des Vorfalls aus dem Saal gebracht. Auch Vizepräsident J. D Vance sowie die übrigen Gäste blieben unverletzt. Der Fall sorgt in Washington erneut für erhöhte Sicherheitsvorkehrungen rund um öffentliche Auftritte des Präsidenten.
Bereits 2024 hatte Trump zwei Attentatsversuche überlebt: Im Juli streifte ihn bei einer Wahlkampfveranstaltung in Pennsylvania eine Kugel am Ohr, wenige Monate später wurde ein bewaffneter Mann auf einem Golfplatz in Florida festgenommen. Dieser wurde Anfang Februar zu lebenslanger Haft verurteilt.