Die Berliner Quadriga Hochschule führt Thüringens Ministerpräsidenten Mario Voigt nicht mehr auf ihrer Website als Mitglied des Professoriums. Dies berichtet Apollo News. Zuvor hatte die private Hochschule bereits die akademischen Titel «Prof. Dr.» aus seinem Profil entfernt, nachdem die Technische Universität Chemnitz Voigt den Doktorgrad aberkannt hatte.
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Nach Angaben der Hochschule hatte Voigt seinen Professorentitel nach dem Entzug des Doktortitels in Abstimmung mit der Einrichtung vorerst nicht mehr geführt. Dennoch blieb er zunächst als Mitglied des Professoriums aufgeführt. Sein Name und sein Bild wurden inzwischen vollständig von der entsprechenden Hochschulseite entfernt. Eine Begründung dafür gab die Hochschule laut dem Bericht auf Anfrage nicht ab.
Voigt war seit 2017 als Professor für «Digitale Transformation und Politik» an der privaten Hochschule tätig und wurde nach seiner Wahl zum Thüringer Ministerpräsidenten beurlaubt. Nach eigenen Angaben gegenüber dem Thüringer Landtag erzielte er aus dieser Tätigkeit ein monatliches zu versteuerndes Einkommen zwischen 1.000 und 3.500 Euro.
Die Berliner Senatsverwaltung für Wissenschaft hatte Ende 2016 der hauptberuflichen Beschäftigung Voigts als Hochschullehrer zugestimmt. Auf Anfrage erklärte die Behörde jedoch, ihr lägen keine Daten zum tatsächlichen Umfang seiner Arbeitszeit während der gesamten Beschäftigungsdauer vor.
Die TU Chemnitz entzog Voigt im Januar 2025 den Doktorgrad wegen Verstössen gegen wissenschaftliche Standards. Der Ministerpräsident weist die Vorwürfe zurück und geht rechtlich gegen die Entscheidung vor. Es läuft derzeit ein Widerspruchsverfahren an der Universität.