Das Problem ist seit Jahren bekannt und wird immer virulenter. Die sankt-gallische Kleinstadt Rorschach mit knapp 10.000 Einwohnern ist der Laufsteg für Inhaber – oder wohl eher Leasingnehmer – von PS-starken Boliden.
An lauen Abenden, an Wochenenden und Feiertagen brausen vor allem junge Männer durch das Zentrum und lassen ihre Motoren aufheulen. Nicht weil sie von A nach B wollen, im Gegenteil: Sie fahren hin und her, um die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.
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Bisher scheiterten alle Gegenmassnahmen kläglich. Rorschach hat sich längst zum Zentrum der «Protzposer» entwickelt, wie die Lärmverursacher gern genannt werden.
Nun rufen die Grünen zu einer Demonstration gegen diese Unsitte. Am 23. Mai wollen sie mit einem Aufmarsch ein Zeichen setzen. In lokalen Medien ist von einem «Hilferuf der Bevölkerung» die Rede, weil diese unter dem Lärmpegel leidet.
Dass sich Widerstand regt, ist verständlich. Weniger nachvollziehbar ist es, dass ausgerechnet die Grünen dazu aufrufen. Denn es ist kein Geheimnis, um wen es sich bei den meisten «Posern» handelt. Es sind nicht nur, aber in erster Linie die Sprösslinge von Migranten, für die sich grüne Politiker sonst so gerne einsetzen.
Ende 2023 hat Rorschach die magische Grenze überschritten: Mehr als 52 Prozent der Einwohner sind Ausländer. Nicht alle von ihnen haben es nötig, sich über die Dezibel ihres Autos zu definieren. Aber Zufall ist es kaum, dass gerade Rorschach zum Mekka für Motoren-Fetischisten wurde.
Von ein paar Demonstranten mit Transparenten lassen sich 20-Jährige mit getunten Autos wohl nicht besonders beeindrucken. Wer das Problem lösen will, müsste es an der Wurzel packen.
Genau dazu sind aber gerade die Grünen nicht bereit. Sie setzen sich ein für eine uferlose Willkommens-Kultur – und staunen dann, wenn ihnen der Feierabend beim kühlen Bier am Rorschacher Hafen durch Lärm und Abgase getrübt wird.