Ein 31-jähriger Mann hat am Donnerstagmorgen am Bahnhof Winterthur drei Passanten mit einer Stichwaffe verletzt. Die Kantonspolizei Zürich bestätigte 20 Minuten den Angriff und teilte mit, dass der Täter noch am Tatort festgenommen wurde. Ein Mann erlitt schwere Verletzungen, zwei weitere Personen wurden mittelschwer verletzt und hospitalisiert.
Der Vorfall ereignete sich kurz nach 8.30 Uhr im Bereich des Bahnhofs Winterthur. Laut mehreren Augenzeugen griff der Mann unvermittelt Passanten an und schrie dabei mehrfach «Allahu akbar». Menschen rannten aus der Bahnhofshalle, Passanten suchten Schutz auf der gegenüberliegenden Strassenseite. Auch eine Schulklasse beziehungsweise Kindergartengruppe befand sich in unmittelbarer Nähe des Geschehens.
Nach Angaben der Polizei handelt es sich bei den Verletzten um Schweizer im Alter von 28, 43 und 52 Jahren. Die Ermittler machten zunächst keine Angaben zu einem möglichen Motiv. Die Polizei ermittle derzeit «in alle Richtungen», hiess es. Ob ein extremistischer Hintergrund vorliegt, blieb zunächst offen.
Der Angriff löste einen Grosseinsatz aus. Mehrere Augenzeugen berichteten von mindestens zehn Polizeifahrzeugen rund um den Bahnhof. Ein Gebiet von rund 100 Metern wurde grossräumig abgesperrt. Auch Zugänge zur Unterführung wurden gesperrt und mit Sichtschutz abgeschirmt.