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Merz-Regierung will Rentenalter auf 70 Jahre anheben

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Merz-Regierung will Rentenalter auf 70 Jahre anheben
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Die von der deutschen Regierung eingesetzte Rentenkommission will laut einem Bericht der Bild-Zeitung eine schrittweise Anhebung des Rentenalters auf 70 Jahre empfehlen. Demnach soll die Altersgrenze bis Anfang der 2060er Jahre von derzeit 67 auf 70 Jahre steigen. Gleichzeitig plädiert das Gremium für eine Senkung des Rentenniveaus von gegenwärtig 48 auf 46 Prozent, um die Finanzierung der gesetzlichen Altersvorsorge langfristig zu stabilisieren.

KAY NIETFELD / KEYSTONE
Bundeskanzler Friedrich Merz auf dem Weg in den Bundestag
KAY NIETFELD / KEYSTONE

Wie die Zeitung unter Berufung auf Kommissionskreise berichtet, könnte das Renteneintrittsalter bereits Anfang der 2040er Jahre auf 68 Jahre steigen. Anfang der 2050er Jahre wäre demnach der nächste Schritt auf 69 Jahre vorgesehen, ehe rund zehn Jahre später die Grenze von 70 Jahren erreicht würde. Die Vorschläge sollen offiziell am 30. Juni vorgestellt werden.

Die Debatte gilt als politisch brisant. Bereits die Einführung der «Rente mit 67» hatte jahrelang für Widerstand gesorgt. Das frühere Renteneintrittsalter von 65 Jahren wird seit 2012 schrittweise angehoben und soll ab 2031 vollständig gelten. Betroffen sind alle Jahrgänge ab 1964. Wer früher in Rente geht, muss Abschläge in Kauf nehmen. Ausnahmen bestehen bisher für Schwerbehinderte sowie besonders langjährig Versicherte.

Mit der vorgeschlagenen Senkung des Rentenniveaus würde der Abstand zwischen durchschnittlichem Erwerbseinkommen und gesetzlicher Rente weiter wachsen. Ziel der Kommission ist es, die steigenden Belastungen durch die alternde Bevölkerung und den Eintritt der Babyboomer-Generation in den Ruhestand abzufedern. Ohne Reformen drohen laut Experten stark steigende Beitragssätze oder höhere Zuschüsse aus dem Bundeshaushalt.

Kontrovers diskutiert wird innerhalb der Kommission offenbar auch die Frage, ob künftig Beamte in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen werden sollen. Laut Bild gibt es dafür derzeit jedoch keine Mehrheit. Die Rentenkommission besteht aus dreizehn Mitgliedern und wurde von der Bundesregierung eingesetzt, um Vorschläge für die langfristige Stabilisierung des Rentensystems zu erarbeiten.

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