Eine Mehrheit der Deutschen befürwortet strengere Voraussetzungen für Sozialleistungen an Migranten. Dies geht aus einer Umfrage des WDR hervor. Demnach finden es 66 Prozent der Befragten richtig, Leistungen künftig stärker an eine vorherige Beschäftigung in Deutschland zu knüpfen, während 26 Prozent dies ablehnen.
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Für die Erhebung wurden 2084 Personen durch Infratest Dimap befragt, zusätzlich beteiligten sich rund 70.000 Menschen online im Rahmen der ARD-Aktion «Deine Meinung zählt!».
Neben der Migrationspolitik äussern sich die Befragten auch zu Reformen des Sozialstaats. 86 Prozent sprechen sich dafür aus, dass künftig auch Selbständige, Beamte und Politiker in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Gleichzeitig lehnt eine Mehrheit Rentenkürzungen sowie längere Arbeitszeiten ab. 63 Prozent weisen die Aussage zurück, dass mehr gearbeitet werden müsse, um den Wohlstand zu sichern.
Bei möglichen Einschnitten im Sozialstaat findet eine Kürzung der Arbeitslosenversicherung mit 33 Prozent die grösste Zustimmung. Insgesamt lehnen jedoch 52 Prozent Einschnitte grundsätzlich ab. Im Fall einer Reform würden 40 Prozent höhere Beiträge bevorzugen, während 36 Prozent eher Leistungskürzungen unterstützen.
Eine deutliche Mehrheit empfindet die Verteilung des Wohlstands als ungerecht: 81 Prozent teilen diese Einschätzung. Zudem befürworten 64 Prozent eine Wiedereinführung der Vermögenssteuer, und 61 Prozent sprechen sich für höhere Steuern auf grosse Erbschaften aus.