Eine knappe Mehrheit der Schweizer Stimmberechtigten würde derzeit die «Keine 10-Millionen-Schweiz»-Initiative der SVP annehmen, während sich bei der Revision des Zivildienstgesetzes ein Patt abzeichnet. Das zeigt eine erste Umfrage des Instituts Leewas im Auftrag von 20 Minuten und Tamedia.
Demnach sprechen sich rund 52 Prozent für die Begrenzungsinitiative aus, 46 Prozent lehnen sie ab. Nur eine kleine Minderheit ist noch unentschlossen. Besonders hoch ist die Zustimmung bei SVP-Sympathisierenden mit 96 Prozent. Auffällig ist zudem die Unterstützung aus der FDP-Basis: 54 Prozent der Anhänger befürworten die Vorlage – obwohl die Parteispitze klar dagegen Stellung bezieht.
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SVP-Präsident Marcel Dettling erklärte, die Umfrage zeige, dass die Zuwanderung die Bevölkerung stark beschäftige und die Schweiz «immer enger, stressiger und unsicherer» werde. Demgegenüber warnt FDP-Co-Präsident Benjamin Mühlemann vor den Folgen der «extremen Initiative» und spricht von einem «Weckruf». Sie gefährde «unseren Wohlstand, die Gesundheitsversorgung und die Polizeiarbeit», sagte er.
Während städtische Gebiete die Initiative mehrheitlich ablehnen, findet sie in Agglomerationen und auf dem Land Zustimmung. Auch beim Einkommen zeigt sich ein klarer Trend: Tiefere Einkommensgruppen befürworten die Vorlage deutlich häufiger als Gutverdiener.