Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Macrons Schutzschirm: Europa sucht Sicherheit unter Frankreichs Nukleardach

Anhören ( 1 min )
Macrons Schutzschirm: Europa sucht Sicherheit unter Frankreichs Nukleardach
Macrons Schutzschirm: Europa sucht Sicherheit unter Frankreichs Nukleardach
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Deutschland und Frankreich haben nach Informationen des Spiegel konkrete Gespräche über eine engere Zusammenarbeit bei der atomaren Abschreckung aufgenommen. Der Sicherheitsberater von Bundeskanzler Friedrich Merz, Günter Sautter, reiste demnach in dieser Woche zu einer ersten Beratungsrunde nach Paris. Weitere Treffen sollen noch vor der Sommerpause folgen.

Yoan Valat/AP Photo/Keystone
Emmanuel Macron auf dem Atom-U-Boot-Stützpunkt Ile Longue in Crozon
Yoan Valat/AP Photo/Keystone

Im Zentrum der Gespräche steht die Frage, wie Frankreichs nukleare Fähigkeiten stärker in die europäische Sicherheitsarchitektur eingebunden werden können. Hintergrund sind der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sowie Zweifel an der langfristigen Verlässlichkeit des amerikanischen Schutzschirms. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wirbt seit Monaten dafür, die abschreckende Wirkung der französischen Atomstreitkräfte auch europäischen Partnern zugutekommen zu lassen.

Bereits im März hatten Macron und Merz eine gemeinsame «nukleare Lenkungsgruppe» eingesetzt. Sie soll Möglichkeiten einer vertieften Zusammenarbeit ausloten. Nach den vorliegenden Informationen könnte die Bundeswehr noch in diesem Jahr erstmals an einer französischen Nuklearübung teilnehmen. Zunächst ist eine Beobachterrolle vorgesehen. Später wären Unterstützungsleistungen wie Luftbetankung oder Begleitschutz für französische Kampfflugzeuge denkbar.

Frankreich verfügt über rund 290 einsatzbereite Atomsprengköpfe und ist nach dem Austritt Grossbritanniens aus der EU die einzige Nuklearmacht der Union. Mehrere europäische Staaten, darunter Polen, Litauen und Norwegen, beteiligen sich inzwischen ebenfalls an Gesprächen über eine engere sicherheitspolitische Zusammenarbeit mit Paris.

An einem Grundsatz hält Frankreich jedoch fest: Die politische und militärische Kontrolle über das Atomarsenal bleibt ausschliesslich beim französischen Staatspräsidenten. Weder Partnerstaaten noch gemeinsame Gremien erhalten ein Mitentscheidungsrecht über Planung oder Einsatz von Kernwaffen. Auch im Rahmen einer vertieften Kooperation soll die Entscheidung über einen möglichen Atomwaffeneinsatz allein in Paris getroffen werden. Damit würde Frankreich seinen Schutzschirm ausweiten, die nukleare Souveränität jedoch nicht teilen.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 02.06.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.