Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Loyalität trotz Niederlage: J. D. Vance verteidigt US-Wahlkampfhilfe für Viktor Orbán

Anhören ( 1 min )
Loyalität trotz Niederlage: J. D. Vance verteidigt US-Wahlkampfhilfe für Viktor Orbán
Loyalität trotz Niederlage: J. D. Vance verteidigt US-Wahlkampfhilfe für Viktor Orbán
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

US-Vizepräsident J. D. Vance hat erstmals öffentlich zur historischen Wahlniederlage des langjährigen ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán Stellung bezogen. Trotz des deutlichen Machtwechsels in Budapest nach sechzehn Jahren Orbán-Regierung verteidigte Vance seine persönliche Schützenhilfe im Wahlkampf als «richtige Entscheidung».

Vance war vor dem Urnengang persönlich nach Budapest gereist, um den ungarischen Regierungschef zu unterstützen (die Weltwoche berichtete). Dass Orbán nun trotz dieser Unterstützung verlor, wertet Vance nicht als Scheitern seiner Mission. Im Gespräch mit Fox News räumte er ein, dass man sich der schwierigen Umfragewerte bewusst war, betonte aber den moralischen Aspekt der Reise: «Wir sind nicht dorthin gereist, weil wir erwartet haben, dass Viktor zu einem Wahlsieg spaziert. Wir sind dorthin gereist, weil es das Richtige war, hinter einer Person zu stehen, die sehr lange zu uns gestanden hat.»

Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
Viktor Orbán und US-Vizepräsident J. D. Vance an einer Wahlkampfkundgebung in Budapest
Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved

Der Vizepräsident wies Vorwürfe zurück, die Unterstützung sei ein falsches Signal angesichts von Orbáns Nähe zu Russland gewesen. Vielmehr habe er Orbán als verlässlichen Partner für die USA geschätzt, der in Brüssel oft als einziger Widerstand gegen US-kritische Bürokratie geleistet habe. Wenn europäische Regulierer gegen amerikanische Unternehmen vorgingen, sei Orbáns «Nein-Stimme» oft der einzige Schutz für US-Interessen gewesen. «Es ging nicht um Russland und im Grunde ging es nicht um Europa. Es ging um die Vereinigten Staaten», stellte Vance klar.

Obwohl Vance sein Bedauern über den Wahlausgang ausdrückte und Orbáns Erbe als «transformativ» würdigte, gab er sich für die Zukunft pragmatisch. Man werde sicher «sehr gut mit dem nächsten Ministerpräsidenten von Ungarn zusammenarbeiten». Sein Fazit bleibt dennoch eine Absage an rein taktisches Denken: Es sei es wert, zu Partnern zu stehen, auch wenn man wisse, dass man «nicht jedes Rennen gewinnt».

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 02.06.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.