Die Zahl ist astronomisch und übertrifft das gesamte Jahresbudget des Bundes. Fast hundert Milliarden Franken soll die Sanierung der Schweizer Abwasseranlagen kosten. Die Abwasserreinigung solle nämlich erneuert werden. Als Grund schreiben die Tamedia-Blätter: «Wegen des Klimawandels muss mehr Regenwasser abfliessen können.»
Alexandra Wey/Keystone
Vorgestellt wird eine Kläranlage in Fällanden, in der das Wasser von vier Gemeinden gesammelt und gereinigt wird. Sie wird jetzt für fast 86 Millionen Franken saniert. Die Anlage werde mit einer zusätzlichen Reinigungsstufe versehen «und an den Klimawandel angepasst». Es würden zubetonierte Flächen aufgebrochen, damit der Starkregen künftig im Boden versickere, statt in die Reinigungsbecken zu fliessen.
Dumm nur, dass in der Schweiz wegen der Massenzuwanderung jede Sekunde ein Quadratmeter zubetoniert wird. Innert nur neun Jahren wurde zweimal die Fläche des gesamten Zürichsees zugebaut.
Der Tamedia-Artikel spricht zwar von «verdichtetem Bauen». Aber nicht von der Zuwanderung und den damit verbundenen Kosten – gerade auch bei den Abwasseranlagen. Dasselbe gilt für die Frischwasserzufuhr, bei der die Anlagen den Bedürfnissen der Zuwanderung ebenfalls nicht mehr entsprechen. Auch da werden früher oder später hundert Milliarden Franken fällig. Alles Zuwanderungskosten, von denen niemand sprechen will.
Zwar handelt es sich bei einem Teil um altersbedingte Sanierungen. Mindestens ebenso gross ist aber der Anteil, der nötig ist, weil die Versorgung von 1,6 Millionen zusätzlichen Menschen seit der EU-Personenfreizügigkeit sichergestellt werden muss. Kein Wunder also, dass überall in der Schweiz der Boden ständig aufgerissen und der Verkehr entsprechend behindert wird.