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Kurz vor Einsatzbeginn: US-Verteidigungsminister Hegseth stoppt Entsendung von 4000 US-Soldaten nach Polen

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Kurz vor Einsatzbeginn: US-Verteidigungsminister Hegseth stoppt Entsendung von 4000 US-Soldaten nach Polen
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Das US-Verteidigungsministerium hat gemäss Medienberichten die Entsendung von mehr als 4000 Soldaten nach Europa kurzfristig gestoppt. Die Soldaten einer Kampfbrigade sollten im Rahmen einer regulären Rotation vor allem in Polen stationiert werden und dort mit Nato-Partnern trainieren. Das berichten unter anderem das Wall Street Journal und Politico.

Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth in einer Anhörung in Washington
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Die Entscheidung soll selbst innerhalb des US-Militärs für Überraschung gesorgt haben. Teile der Ausrüstung und erste Soldaten waren bereits unterwegs, als der Einsatzstopp angeordnet wurde. Laut Politico erklärten amerikanische Beamte, europäische Verbündete und Pentagon-Mitarbeiter hätten «keine Ahnung» gehabt, dass eine solche Entscheidung bevorstehe.

Polen bemühte sich am Donnerstag um Beruhigung. Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz erklärte auf X, die Angelegenheit betreffe Polen nicht direkt, sondern stehe im Zusammenhang mit einer allgemeinen Neuordnung der amerikanischen Truppenpräsenz in Europa. Auch Vize-Verteidigungsminister Cezary Tomczyk widersprach Berichten, wonach Polen konkret betroffen sei.

Erst vor knapp zwei Wochen hatte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth den Abzug von rund 5000 amerikanischen Soldaten aus Deutschland angeordnet. Polen hatte daraufhin seine Bereitschaft bekräftigt, zusätzliche US-Truppen aufzunehmen. Derzeit sind nach Angaben des polnischen Präsidenten Karol Nawrocki fast 10.000 amerikanische Soldaten im Land stationiert.

Die nun gestoppte Verlegung sollte Teil der «Operation Atlantic Resolve» sein. Die Mission wurde 2014 nach der russischen Annexion der Krim gestartet, um die Nato-Ostflanke zu stärken und europäische Verbündete abzuschrecken. Kritiker befürchten nun, die jüngsten Entscheidungen aus Washington könnten in Europa Zweifel an der Verlässlichkeit amerikanischer Sicherheitsgarantien verstärken.

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