Kapitel
- Begrüssung und Einführung
- Interview mit Vladimir Solovyov
- Sanktionen gegen Solovyov
- Buchvorstellung: Frieden mit Russland
- EU Asylrecht und Schweizer Reaktionen
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Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begrüsse Sie zur internationalen Ausgabe von Weltwoche Daily, die andere Sicht, unabhängig, kritisch, gut gelaunt und zuversichtlich am Mittwoch, dem 3. Juni 2026. passen Sie auf keinen Fall den zweiten Teil meines epischen Interviews mit dem russischen Journalisten und Fernsehmoderator Vladimir Solovyov. Die russische Sicht, pointiert, überpointiert, provokativ, ungeschminkt, Klartext, wie man ihn in unseren Medien so nicht mehr zu hören bekommt, auch der schonungslose Spiegel. der da dem dekadenten Westen, der seine Ideale, seine Werte, Verrate vorgehalten wird. Dies vorgetragen von einem Mann, der Abend für Abend Millionen von Russen an den Bildschirm fesselt. Bei uns der absolute Lord Voldemort der Öffentlichkeit. die definitive Reizjaskandalfigur, interessanterweise beschrieben von Leuten, die seine Sendung in aller Regel gar noch nie sich angeschaut haben, nur schon deshalb nicht, weil sie kein Russisch verstehen. Also Wladimir Solowjow, das Gerücht hier in der Aufbereitung unter dem Elektronenmikroskop von Weltwoche Daily gewissermassen zur Anschauung. Ja, bilden Sie sich selbst Ihr Urteil. Gibt's den Teufel, mache ich mit ihm ein Interview. So lautet unsere Devise. Und der zweite Teil, der ist etwas dialektischer ausgefallen. Wir haben ihn spätabends aufgezeichnet und sehr unkompliziert, wie das Ganze gelaufen ist mit dem russischen Superstar des Fernsehens. der auch die Kultiviertheit eines eigentlich sehr westlich orientierten Russen verkörpert, aus bester Familie, mit hervorragender Ausbildung, aber eben ein Russe, der auch natürlich enttäuscht ist, aufgrund dessen, was eben passierte. Solovyov selber wurde mit Sanktionen belegt. Nicht weil er militärisch aktiv geworden wäre oder Gesetze gebrochen hätte, nein. Er ist sanktioniert worden von der Europäischen Union, darf nicht mehr einreisen. Seine Häuser in Italien am Komersee wurden beschlagnahmt. Einfach deshalb, weil er Dinge sagt, die denen da in Brüssel nicht passen. Und ich meine, das ist doch einfach, das ist doch, das ist die Bankrotterklärung schlechthin. Das ist... unfassbar und es ist ein gewaltiger Missstand, dass so etwas einfach durchgeht, dass man das geschehen lässt. Ich habe den Kalten Krieg nur noch in der Jugendzeit erinnert. Aber damals war der Umgang mit dem Klassenfeind Sowjetunion, dem Gulag-Staat, Nichts Vergleichbares trifft zu auf Putins Russland. Aber der Umgang mit der Sowjetunion war unendlich entspannter. Damals konnte man auch russische Medien im Westen lesen. In Europa war doch überhaupt kein Problem, weil man eben selbstbewusst davon überzeugt war, dass die offene, die wirklich offene Gesellschaft und nicht diese neue Geschlossenheit, die da überall Einzug hält, dass die natürlich überlegen ist, dass unsere Argumente besser sind. Aber jetzt muss man sich fragen, anscheinend haben da die Leute, die Sanktionen aussprechen, die glauben, die aussprechen zu müssen gegen Leute wie Solowjow, die haben offensichtlich Angst, dass man bestimmte Dinge hört, die wollen das Canceln. Und das ist immer ein Zeichen von Schwäche. Das ist das Zeichen. Der sozialistischen Staaten, diese Einmauerung, diese Selbstabschottung und diese Kriminalisierung von anderen Standpunkten, nein, das ist grauenvoll. Und darum vielen herzlichen Dank für Ihr überwältigendes Interesse. Und das zeigt ja, dass die Leute sich danach sehen, einmal die andere Sicht auch zu hören und ungeschminkt präsentiert zu bekommen. Auch wenn man nicht mit allem einverstanden ist. Ich meine, mir hat es ein paar Mal fast die Schuhe ausgezogen, wenn er da Stalin verharmlost und so weiter. Aber hören wir doch mal auf, immer diese moralisierende Überheblichkeit. Vielleicht liegen ja wir falsch mit unserem Stalinbild, kann ja sein. Überprüfen wir doch mal selbstkritisch auch das, was wir gelernt haben. Und diese Haltung, diese Mentalität, dass wir da die Weisheit gepachtet hätten und der andere ist sowieso der Volltrottel. Ich meine, das führt in den Untergang. Und wenn ich heute Morgen, meine Damen und Herren, die deutschen Zeitungen anschaue, Das ist ja die reinste Entschuldigung Hirnwäsche. Was da erzählt wird, ja Russland militärisch am Boden, Putin, die Leute stehen auf gegen ihn, das Land brodelt, bricht und so weiter. Ja, wenn es so wäre, wenn das eine adäquate Berichterstattung wäre. Aber mich beschleicht nach meinen Eindrücken letzte Woche in Moskau das Gefühl, dass eben diese Propagandaartikel nur einem Zweck dienen, nämlich diesem Militarismus zu huldigen. Dieser Aufrüstungsverrücktheit, die wir jetzt haben in der Europäischen Union, diesen Militarismus ohne Militär und ohne Diplomatie. Und das ist etwas vom Allergefährlichsten, was es gibt, wenn sich nämlich diese Kriegsökonomien und Kriegsmaschinerien verselbstständigen. Plötzlich schlittert man, rotiert man in einen Krieg hinein, wie schon einmal im 20. Jahrhundert 1914, als die Mobilwachungspläne. Diese grossen, wahnsinnigen Generalstäbe mit tödlicher Zwangsläufigkeit abliefen und dann irgendwann einmal die Truppen in den Zügen sassen und das Verderben war nicht mehr zu stoppen. Also die Zugfahrpläne haben am Schluss automatistisch gewissermassen die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts heraufbeschworen. Und was heute passiert, meine Damen und Herren, sollte uns zu denken geben, Der Mensch, und insbesondere der europäische Mensch, und insbesondere der deutsche Mensch, aber den Schweizer können Sie auch dazuzählen, der lernt nichts aus der Geschichte. Deshalb kommen wir gleich zum nächsten Thema. Schnallen Sie sich an. Klaus von Donani, Erich Fad, Frieden, wie geht das? Im Westend-Verlag. Das ist übrigens ein ganz hervorragender Verlag, der jetzt, glaube ich, etwas unter Beschuss gekommen ist, weil sie auch ein Buch veröffentlicht haben. aus der Küche von Julian Reichelt. Ja, warum auch nicht? Selbstverständlich, klar, jetzt erst recht. Man muss doch diese Meinungsvielfalt abbilden. Klaus von Donani und Erich Vath, der bald 98-jährige ehemalige Bürgermeister von Hamburg, der ehemalige Bundesminister aus der Familie von Widerstandskämpfern gegen Hitler. Und mit dem grossen historischen Atem, er argumentiert aus biografischer und aus historischer Tiefe. Und Erich Fad, im Gespräch zusammen mit ihm, Erich Fad, der Brigadegeneral AD, NATO-Bundeswehr von 2006 bis 2013, militärpolitischer Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel. wie er mir sagte, Seine Ausbildung bei der Aufklärertruppe, also hier haben wir es mit einem Aufklärer im eigentlichen Wortsinne zu tun. Ich habe die beiden gestern bei Klaus von Donany zu Hause interviewt, über eine Stunde lang. Hochinteressant, dieses neue Buch, das jetzt brandneu am Start ist. Und ich bringe Ihnen die wichtigsten Thesen dieses Buches zusammengefasst. Frieden in Europa ist nur mit, nicht gegen Russland möglich. Die NATO-Osterweiterung war ein historischer Fehler. Bukarest 2008, der entscheidende Wendepunkt. Und Erich Fad war in Bukarest dabei. Er hat gespürt, wie die Milch damals entscheidend sauer wurde. Nächste These. Die USA haben ein strategisches Interesse, Deutschland und Russland zu trennen. Wolfowitz-Doktrin. Selenskis bestehen. Auf einer NATO- und EU-Mitgliedschaft zieht Europa in seinen Krieg. Ganz wichtige Erkenntnis. Der heiliggesprochene Herr Selensky, der unkritisch bejubelte Herr Selensky, der nichts unternommen hat, nichts unternommen hat seit Amtsantritt, um die gewaltigen, von ihm übernommenen, vom Vorgänger übernommenen Spannungen und kriegerischen Entzweihungen zwischen Russland und der Ukraine zu entschärfen, die ultranationalistischen Kräfte in der Ukraine. Vielleicht nazistische Kräfte, wenn man diesen Begriff verwenden will. Denkmäler errichten für Nazi-Kollaborateure und Kriegsverbrecher. Von denen gibt es übrigens auch Andenkensmonumente in der baltischen Welt, zum Beispiel in Litauen. Militärfriedhöfe, da liegen reihenweise zu Dutzenden die Kriegsveteranen der Waffen-SS, die zusammen mit Hitler gegen Russland gekämpft haben. Das ist eben auch die Geschichte. dieser Länder, die wiederum aus sich heraus verstanden werden kann und verstanden werden muss. Das ist wichtig. Ich halte auch bei Soloviov an diesem Punkt dagegen. Aber man muss eben auch sehen, dass aus einer mitteleuropäischen Perspektive man sich diese Geschichtsauffassung nicht zu eigen machen darf. Das ist ein ganz wesentlicher Punkt, meine Damen und Herren. Und jetzt mit seinem Insistieren auf der EU-Mitgliedschaft. Und Bundeskanzler Merz öffnet da sogar die Türe. Öffnet er das Tor zur Hölle, nämlich zu einer direkten Kriegsinvolvierung Europas in diese Auseinandersetzung mit der Atommacht Russland. Selenskyj hat klar das Motiv, das ist aus seinen Interessen heraus verständlich, die EU und am liebsten auch noch die NATO in diesen Krieg hineinzuziehen, weil er aus eigener Kraft militärisch nicht gewinnen kann, auch wenn ihnen das die Medien tagtäglich... erzählen. Die Ukraine darf nicht in EU oder NATO, solange kein Friedensvertrag mit Russland steht. Auch eine wichtige These, allerdings eine, die Sie dann mit Vorsicht während der Sendung äussern. Deutschland sollte den US-Kurswechsel unter Trump nutzen, nicht konterkarieren, insbesondere mit Blick auf einen Frieden in der Ukraine. Der nukleare Schirm der USA über Europa ist eine strategische Illusion. Die Kavallerie kommt dann eben nicht, wenn man sie braucht. Und das ist ja das brandgefährliche jetzt an dieser Eskalationsstrategie Selenskys mit massiver Unterstützung der Europäischen Union und europäischer Staaten wie Deutschland. Dadurch rückt sich natürlich Europa ins Visier russischer Vergeltungsschläge. Russische Eskalationsschläge auf die Versorgungslinien der Ukraine. Und die Europäer scheinen dies zu tun, im Glauben, dass sie ja unter dem nuklearen Schutzschirm der Vereinigten Staaten stehen. Aber wenn man da abstellt auf einige Aussagen von Trump, und wenn man sich vor Augen führt, ob die Amerikaner vielleicht wegen der Dummheit der europäischen Aussenpolitik einen Atomkrieg mit Russland riskieren, dann wäre ich dann also nicht so sicher, wie man das beantworten kann, meine Damen und Herren. Bündnisfreiheit, Mittellage, Allianz, Neutralität. Neutralität, das sind Schlüsselbegriffe für die Aussenpolitik der Bundesrepublik und Europas für die Zukunft. Das grosse Gespräch mit Klaus von Donani und Erich Pfad demnächst auf diesem Kanal. Und ich kann Ihnen sagen, das ist von einer auch Munterkeit. Von einer Angeregtheit von Seiten beider Gesprächsteilnehmer, aber eben auch von Seiten des nun wirklich langsam in einem fortgeschrittenen Alter stehenden, bald 98-jährigen, hellwachen Ex-Bürgermeister Klaus von Donani. Also das ist auch ein Augenöffner, das ist eine Horizonterweiterung, dürfen Sie auf keinen Fall verpassen. Die EU verschärft das Asylrecht erneut. Abgewiesene Migranten sollen bald in Drittstaaten ausgewiesen werden. Es gibt da Zentren und es sollen auch die Haftstrafen für renitente Asylbewerber erhöht werden. In der Schweiz verfolgt man das mit grossem Interesse, denn bei uns hat der Schlendrian Einzug gehalten, beziehungsweise ist er schon lange da, auch in diesem Asylwesen, ähnliche vergleichbare Missstände, wie sie sie in Deutschland haben. Und darum benutzen schweizerische bürgerliche Politiker jetzt die Entwicklungen in der EU. um aufzuzeigen, dass wenn es also die EU schafft, dann wäre es ja der Schweiz auch noch zuzutrauen, hier ein paar Akzente zu setzen. Trump verhindert Israels Grossangriff auf Beirut. Harte Worte des amerikanischen Präsidenten gegen Benjamin Netanyahu. Sie kennen meine Position hier. Ich kann verstehen, dass sich Israel wehrt gegen eine dauernde Aggression. aus der arabischen, jetzt vor allem aus der iranischen Welt. Auf der anderen Seite muss man natürlich auch die arabische Perspektive hier in Betracht ziehen. Und da ist natürlich die Staatsgründung Israels der ewige Dorn im Auge. Und auch das ist nachvollziehbar, dass man in der arabischen Welt sagt, ja um Himmels Willen, wie ist denn das möglich, dass nach tausenden von Jahren da einfach Leute aus Europa... aus den Vereinigten Staaten, aus der Ukraine, aus Russland, in den Nahen Osten ziehen, dieses Land in Beschlagnahmen nehmen, mit der Begründung, dass vor einigen Tausend von Jahren hier eben das Irland gewesen sei, dann könnten ja die Römer oder die Kartager, die Nachkommen dieser Zivilisationen, auch die ehemaligen Gebiete in Anspruch nehmen. Und dieses Argument lässt sich nicht einfach so leicht wegräumen. Und die Vertragte, die problematische Situation ist, und darum gibt es hier eben auch keine einfache Lösung, ist, dass eben der Staat Israel heute eine völkerrechtliche und geopolitische Realität ist. Eine Realität, aber die auch aus verständlichen, aber auch aus nicht nur verständlichen Gründen nicht akzeptiert wird in der arabischen Welt. und man kann... Nicht einfach nur sagen, dass die eine Seite absolut recht hat und die andere hat absolut Unrecht. Israel steht jetzt am Pranger, zum Teil auch zu Unrecht. Ich meine, die sind auch Teil dieses Verhängnisses, das wir da sehen, dieser unheiligen Vermischung von biblischen Motiven einer Staatsgründung und Gebietswahl. Das geht ja alles auf die Heiligen Schriften zurück. Aber eben... gleichzeitig darauf dann einen säkularen Staat zu errichten auf biblischen Grundlagen, da sind Spannungen drin, meine Damen und Herren, sogar schon in der Kernstatik. Man könnte von einem Scherbeln sprechen. Das wollen wir nicht ausblenden hier in dieser Sendung. Und deshalb muss man sich einfach bewusst machen, dass wir es hier mit einer ganz komplexen Anlage zu tun haben. aber eben auch mit wechselseitig durchaus berechtigten Motiven und Interessen, dass sich Israel verteidigt gegen eine politische Herausforderung, die sich zum Teil darin artikuliert, dass man Israel auslöschen will, dass man eben diese Staatsgründung rückgängig machen will. Das bringt natürlich Israel in diese fürchterliche Lage. Und die Israeli sind ja nicht selber schuld daran, dass ihnen die UNO und vorher die britischen Besatzer, die eben den Ersten Weltkrieg gewonnen haben und dabei natürlich die Araber über den Tisch gezogen haben, die ihr Weltreich verloren hatten, dass der Stärkere dann nicht nur die Geschichte geschrieben, sondern die Geschichte auch gemacht hat. Das ist den Israeli. nicht zum Vorwurf zu machen, dass sie gewissermassen freiwillig und dann vor allem nach dem Holocaust hier verzichten würden auf diese Gebiete. Umgekehrt muss man sich auch in die andere Mentalität einzufühlen versuchen. Obwohl auch die natürlich, und das haben sie auf beiden Seiten, wird diese Tragödie ausgenutzt. Gibt es natürlich Extremisten auf der israelischen und gibt es Extremisten auf der arabischen Seite. Und jetzt kann man über den amerikanischen Präsidenten Donald Trump sagen, was man will. Und ich meine, es wäre für ihn ja vielleicht ein leichtes gewesen, aufgrund auch seiner ganzen politischen Ausrichtung zu sagen, macht euren Dreck doch alleine, ich ziehe mich zurück, who cares, America first. Aber er stellt sich an die Seite Israels, des Überlebenskampfes und sagt den Iranern, und jetzt mit Mitteln, über die man diskutieren kann, natürlich. Selbstverständlich gilt auch für Israel, dass die Art, wie man sich wehrt und verteidigt, das geht zu weit. Das ist ja logisch. Das wird ja von niemandem bestritten. Aber die Amerikaner und Trump versuchen zumindest, das extremste Szenario zu verhindern, dass hier möglicherweise ein Staat ausgelöscht wird. Unter Umständen durch eine iranische Atombombe. Jetzt sagen natürlich viele, die Atombombe der Iran, das ist doch ein Witz, das ist reine Propaganda. Vielleicht ist es das. Und vielleicht stimmen ja all diese Aussagen nicht mit dem angereicherten Uran dieser Behörden. Aber in der Politik läuft es eben nicht ganz so digital und in dieser Zone auch nicht. Und jetzt eben hat Donald Trump, und das finde ich interessant, er hat offensichtlich Netanyahu ganz massiv zurückgepfiffen und hat gesagt, so jetzt ist fertig, du spinnst, du bist nicht mehr ganz normal. Hör jetzt mal auf, diesen Libanon da zu bombardieren. Offensichtlich haben die Israeli ein ganzes Spital eingeäschert. Und ich meine, da muss man sich auch mal die doppelten Massstäbe vor Augen halten. Also entweder gilt das Völkerrecht für alle, oder es gilt für keinen. Entweder man lässt da die ganze Sanktionshölle auf Russland niedergehen, weil die angeblich das Völkerrecht zertrümmern, aber dann muss man das Gleiche mit den Amerikanern und den Israelis machen. Sonst hat man seinen Standpunkt komplett der Unglaubwürdigkeit preisgegeben. Aber das ist ja genau die Situation, wie wir sie hier beobachten. Und Trump, bei dem ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben habe, Trump dokumentiert hier, dass er zumindest versucht, die Bedrohung, die Iran darstellt, die existenzielle Bedrohung aus Sicht Israels, hier übernimmt er israelische Interessen, die zu entschärfen, unschädlich zu machen, aber gleichzeitig liefert er sich nicht auch nicht sklavisch den israelischen Interessen aus, sondern sagt bis hierhin und nicht weiter. Also er ist kein Ideologe, der auf einer Seite ein Ding bis zum absoluten Exzess durchzieht, sondern erscheint, aber das ist wirklich eine Ferndiagnose, erscheint hier etwas, die Balance halten zu wollen. Moskaus Imperium bröckelt im Süden, jubelt die NZZ in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Lese ich entsprechende Nachrichten von der Front, lassen Sie mich hier die entsprechenden Amen. Schlagzeilen herauspicken, Russland verliert die Initiative auf dem Schlachtfeld, die Russen foltern und haben Spass daran. Es beunruhigt mich etwas, die Tonalität auch der Berichterstattung, diese schwelgerische Aufbereitung von Feindbildern. Und es ist ja immer das gleiche Feindbild, das da zum Tragen kommt und eine Mentalität, die in Russland das Böse sehen will. Und das ist in den russischen, Entschuldigung, in den deutschen Medien gegenwärtig wieder in einem Ausmass spürbar, das ich als sehr gefährlich erachte vor dem Hintergrund, dass man in Russland, und das ist mir klar dargelegt worden während meiner Gespräche und ich habe auch mit hochrangigen russischen Politikern gesprochen, dass die Eskalationsgefahr real ist. Nicht alle gehen so weit wie Sergei Karaganov und sagen, Ja, wir schmeissen eine Atombombe diesen arroganten Europäern auf den Kopf. Das nicht. Aber sie sagen zum Beispiel, die 120 Firmen europaweit, die der Ukraine helfen, Drohnen zu produzieren, das sind legitime Kriegsziele. Die greifen wir an. Und mit diesen Schlagzeilen versuchen natürlich die Medien eine Art geistige Aufhetzung, eine geistige Mobilmachung, eine Mobilisierung herbeizuführen. Und ich habe das vor vielen, vielen Jahren einmal anhand von einem Gedicht des österreichischen grossartigen Poeten Alfred Polgar deutlich gemacht, der einmal eine Kulturgeschichte der Russland-Feindbilder während des Ersten Weltkriegs gezeichnet hat. Und, meine Damen und Herren, wenn wir an einem gefährlichen Punkt in einer kriegerischen Auseinandersetzung stehen, dann wäre... verantwortlicher Journalismus auch der, immer wieder für die Abrüstung der Feindbilder zu plädieren. Aber die Medien, die hier jetzt so berichten, und ich bezweifle, das muss ich vorausschicken, ich bezweifle hier den Wahrheitsgehalt, denn wir wissen ja, im Krieg ist die Wahrheit das allererste Opfer. Das sind immer Parteigutachten, die hier gebracht werden, nehmen Sie auch die Kriegsverbrechen, Butcher usw. Da gibt es ja ganz eloquente Gegendarstellungen aus Russland, die hier überhaupt nicht zur Kenntnis genommen werden. Und diese Feindbilder da, diese einseitige Verketzerung, die führt natürlich dazu, dass sie in Deutschland gar nicht mehr offen reden können. Dass auch Leute wie Erich Fad und Klaus von Donany, hoch angesehene Persönlichkeiten, dass die in diesem Stahlgewitter da... Der polemischen Zuspitzungen und der Einseitigkeit der Propaganda, die will man dann gar nicht mehr zu Wort kommen lassen. Und das ist gefährlich, meine Damen und Herren. Das scheint fast so auszusehen, als versuche man sich da geistig vorzubereiten auf einen Krieg mit Russland. Und das wäre dann nach der Klimapolitik, nach der Energiepolitik, deutsche Automobilindustrie, nach der Coronapolitik und nach der Migrationspolitik, dann im existenziellen Sinne die Eskalation der Verantwortungslosigkeit auf der Stufe der obersten politischen Führungen in der Europäischen Union. Brandgefährlich. Auf der anderen Seite beobachten wir das am jetzt beginnenden Petersburger Wirtschaftsforum. Letztes Jahr war ich auch dort, als ziemlich einziger, einsamer Westler. Wieder hier mal alleine vor der Karawane. Aber jetzt sehe ich, das wird nachgeahmt. Vor allem auch Deutsche sind jetzt wieder an diesem St. Petersburger Wirtschaftsforum, auch deutsche Unternehmer. Deutscher Verleger Holger Friedrich von der Berliner Zeitung und der Ostdeutschen Allgemeinen. Das sind natürlich gute Entwicklungen. Auch Gerhard Schröder sei da in Moskau gesichtet worden. Greift Magyar zu den gleichen Mitteln wie Orban? Ja, der Ministerpräsident will den Präsidenten absetzen, die totalitären Methoden. Ich habe darüber gesprochen. Orban hat solche Methoden nicht angewendet, meine Damen und Herren. Das ist eine rückwirkende Verleumdung des Frühen. Ministerpräsidenten. Meine Damen und Herren, das war's von Weltwoche Daily, die andere Sicht, unabhängig, kritisch, gut, genau und selbstverständlich. Heute, 17 Uhr, der zweite Teil des Interviews mit Wladimir Solowjow. Dann mein Gespräch mit Klaus von Donany und Erich Fad. Dann mein Kollege Roman Zeller, auch mit zahlreichen Diskussionen und ich kann Ihnen sagen, ich will noch nichts verraten, ein ganz prominenter Und ein sehr interessanter Exponent der deutschen Politik wird demnächst in diesem Studio, wenn alles klappt, inshallah, wenn alles gut kommt, so Gott will, wird er Platz nehmen auf meinem Sofa hier, gleich gegenüber dieses Schreibtisches und bin dann gespannt, was wir da herausfinden. Also es wird einem nicht langweilig hier bei der Weltwoche und Ihnen wünsche ich allen von Herzen einen schönen Tag und ja, bleiben Sie wachsam, bleiben Sie kritisch. Vor allem lassen Sie sich da nie den Schneid abkaufen, Ihre eigene Meinung zu sagen, aber das muss ich Ihnen nicht erzählen, das ist ja bei Ihnen sowieso absolut ausgeschlossen. Besten Dank, bis bald. Entschuldigen Sie, bevor Sie dieses Video nun wegklicken, was Sie eben gesehen haben, diese Art von Journalismus, die gibt es eigentlich in dieser Form fast nicht mehr auf... dieser Welt. Rede und Gegenrede, die andere Sicht beleuchten, das ist die Weltwoche unabhängig, kritisch und ja, auch gut gelaunt, weil wir eben glauben, dass selbst in den schlimmsten Abgründen immer irgendwo ein Lichtblick liegt. Wir beleuchten, was andere weglassen, wir sprechen mit jenen, mit denen sich sonst niemand zu unterhalten getraut, wir schreiben, was ist. 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