Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Krawall beim Kompass-Kongress in Dübendorf: Aktivisten stürmen die Bühne und beschimpfen Unternehmer Alfred Gantner

Anhören ( 1 min )
Krawall beim Kompass-Kongress in Dübendorf: Aktivisten stürmen die Bühne und beschimpfen Unternehmer Alfred Gantner
Krawall beim Kompass-Kongress in Dübendorf: Aktivisten stürmen die Bühne und beschimpfen Unternehmer Alfred Gantner
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Dübendorf, 27. Mai

Der Kompass-Kongress, der am Mittwochabend in «The Hall» über die Bühne ging, versteht sich als Plattform für jene, die die europapolitische Debatte nicht bloss verfolgen, sondern mitgestalten wollen. Zu den Referenten zählten unter anderem der britische Oberhausabgeordnete und Brexit-Verhandlungsführer Lord David Frost, der Unternehmer Giorgio Behr, Co-Präsident von Autonomiesuisse, sowie der Kompass-Initiant und Partners-Group-Mitgründer Alfred Gantner. Auch Vertreterinnen aus der Wirtschaft wie Sara Hürlimann brachten ihre Perspektiven ein.

Krawall beim Kompass-Kongress in Dübendorf: Aktivisten stürmen die Bühne und beschimpfen Unternehmer Alfred Gantner

Der Anlass war gutbesucht; die Nachfrage war so gross, dass bereits eine Warteliste geführt wurde. Besondere Aufmerksamkeit zog der neue Schaffhauser FDP-Ständerat Severin Brüngger auf sich. Der Linienpilot widersprach der derzeitigen Parteilinie seines Freisinns deutlich. Während die FDP mit Nachdruck auf eine institutionelle Anbindung an die Europäische Union hinarbeitet, stellte sich Brüngger gegen die geplanten Verträge. Er plädierte stattdessen für das Ständemehr und positionierte sich damit als möglicher Hoffnungsträger für jene Kräfte innerhalb der Partei, die auf mehr Distanz zu Brüssel setzen.

Der Abend machte deutlich, wie zentral eine sachliche und dialogorientierte politische Kultur für die Schweiz bleibt.

Umso befremdlicher wirkte eine Störaktion: Eine Gruppe von Aktivisten stürmte die Bühne und beschimpfte Initiant Alfred Gantner in grober Weise. Der Vorfall unterbrach die Veranstaltung kurzzeitig und hinterliess einen schalen Nachgeschmack. Ein Sicherheitsmitarbeiter musste mit einer verletzten Schulter ins Spital gebracht werden.

Nach diesem Abend stellt sich unweigerlich die Frage nach dem Zustand der politischen Debatte im Land. Wo Argumente durch Lautstärke ersetzt werden, gerät die Grundlage der direkten Demokratie ins Wanken. Der Kompass-Kongress wollte Orientierung in einer komplexen europapolitischen Lage bieten – und lieferte zugleich ein Beispiel dafür, wie dringend diese Orientierung geworden ist.

Die Schweiz steht vor grundlegenden Weichenstellungen: welche Form der Zusammenarbeit mit der Europäischen Union künftig angestrebt wird. Was es aber definitiv nicht braucht, ist Krawall.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 02.06.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.