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Korruptionsvorwürfe in Kiew: Veröffentlichte Tonaufnahmen belasten das Umfeld von Präsident Selenskyj

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Korruptionsvorwürfe in Kiew: Veröffentlichte Tonaufnahmen belasten das Umfeld von Präsident Selenskyj
Korruptionsvorwürfe in Kiew: Veröffentlichte Tonaufnahmen belasten das Umfeld von Präsident Selenskyj
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Die Veröffentlichung geheimer Tonaufnahmen bringt die ukrainische Regierung unter Präsident Wolodymyr Selenskyj in Bedrängnis. Die regierungskritische Zeitung Ukrainskaja Prawda hat Mitschnitte veröffentlicht, die in der Wohnung des sanktionierten Geschäftsmanns Timur Minditsch entstanden sind. Minditsch steht im Zusammenhang mit Korruptionsvorwürfen im Energiesektor und hält sich laut Berichten in Israel .auf.

SERGEY DOLZHENKO / KEYSTONE
Präsident Wolodymyr Selenskyj und Andrij Jermak in Kiew
SERGEY DOLZHENKO / KEYSTONE

Laut dem Bericht wurden die Gespräche vom Nationalen Antikorruptionsbüro der Ukraine (Nabu) dokumentiert. Minditsch gilt als Hauptverdächtiger in einem mutmasslichen Erpressungsfall beim staatlichen Energieunternehmen Energoatom, bei dem ein Schaden von rund 100 Millionen US-Dollar entstanden sein soll. Das Originalmaterial der Aufnahmen wurde nicht veröffentlicht, ebenso wenig die genaue Herkunft der Mitschnitte offengelegt.

An den Gesprächen sollen unter anderem Serhij Schefir, ein ehemaliger Berater Selenskyjs, sowie der heutige Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates, Rustem Umjerow, beteiligt gewesen sein. In den Aufzeichnungen geht es demnach um mögliche Geldflüsse, Personalentscheidungen und Bauprojekte. Minditsch soll auch über die Finanzierung einer Kaution für den ehemaligen Vizepremier Oleksij Tschernyschow gesprochen haben, der der Bestechung und des Amtsmissbrauchs verdächtigt wird.

Schefir sagt in den Aufnahmen: «Zuallererst ist es unfair. Wenn man in einem Team ist, dann […] mit mir, Kisel und Sowa, wenn irgendwo etwas passiert, sind sie da. Ich habe sofort gesagt: 50 Prozent – hier». Zudem werden Verbindungen zu Bauprojekten sowie zu einem Rüstungsunternehmen thematisiert.

Trotz der Vorwürfe genehmigte die Europäische Union zuletzt Darlehen in Höhe von rund 90 Milliarden Euro für die Ukraine.

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