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Keine Gespräche mehr mit Washington: Iran setzt Verhandlungen aus und droht erneut mit Hormus-Blockade

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Keine Gespräche mehr mit Washington: Iran setzt Verhandlungen aus und droht erneut mit Hormus-Blockade
Keine Gespräche mehr mit Washington: Iran setzt Verhandlungen aus und droht erneut mit Hormus-Blockade
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Der Iran hat die Verhandlungen mit den USA ausgesetzt und droht zugleich mit einer vollständigen Blockade der Strasse von Hormus. Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim stellte das iranische Verhandlungsteam den indirekten Austausch mit Washington über Vermittler ein. Als Begründung nennt Teheran die anhaltenden israelischen Militäreinsätze im Libanon.

ABEDIN TAHERKENAREH / KEYSTONE
Iranische Flagge vor anti-US-Plakat in Teheran (Symbolbild)
ABEDIN TAHERKENAREH / KEYSTONE

Tasnim berichtete, der Libanon sei eine der Voraussetzungen für einen Waffenstillstand gewesen. Durch die fortgesetzten Kampfhandlungen sehe die iranische Führung diese Grundlage als verletzt an. Deshalb würden Gespräche und Textentwürfe mit den USA vorerst nicht weitergeführt. Gleichzeitig hätten der Iran und verbündete Gruppen in der Region die «vollständige Schliessung der Strasse von Hormus» sowie die Aktivierung weiterer Fronten auf ihre Agenda gesetzt. Genannt wird auch die Meerenge Bab al-Mandab am südlichen Zugang zum Roten Meer, wo die vom Iran unterstützten Huthis bereits wiederholt Handelsschiffe angegriffen haben. Ziel sei es, Israel und dessen Unterstützer unter Druck zu setzen.

Irans Aussenminister Abbas Araghtschi verschärfte den Ton zusätzlich. Auf der Plattform X schrieb er: «Ein Bruch des Waffenstillstands an einer Front ist ein Bruch an allen Fronten.» Die Vereinigten Staaten und Israel trügen die Verantwortung für die Folgen weiterer Eskalationen, erklärte er mit Blick auf die israelischen Operationen im Libanon. Teheran fordert nach Angaben von Tasnim die sofortige Einstellung der israelischen Kriege im Gazastreifen und im Libanon sowie den vollständigen Rückzug der israelischen Armee aus dem Nachbarland. Solange diese Forderungen nicht erfüllt seien, werde es keine neuen Verhandlungen geben.

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