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«Kein Bündnispartner»: Rassemblement-National-Chef Jordan Bardella hält an der Brandmauer gegenüber der AfD fest

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«Kein Bündnispartner»: Rassemblement-National-Chef Jordan Bardella hält an der Brandmauer gegenüber der AfD fest
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Jordan Bardella, Vorsitzender des französischen Rassemblement National (RN), hat die AfD erneut als «keinen Bündnispartner» bezeichnet und sich gleichzeitig demonstrativ offen gegenüber Bundeskanzler Friedrich Merz gezeigt. Im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erklärte Bardella, «viele Positionen der AfD» seien mit den Grundsätzen seiner Partei «unvereinbar». Die AfD sitze deshalb nicht mit dem RN in einer gemeinsamen Fraktion im Europaparlament und sei «auf europäischer Ebene kein Bündnispartner».

SEBASTIEN NOGIER / KEYSTONE
Jordan Bardella am Wahlkampfauftritt in Menton, Frankreich
SEBASTIEN NOGIER / KEYSTONE

Als Gründe nannte Bardella Differenzen im Umgang der AfD mit historischen Fragen sowie deren europapolitischen Kurs. Insbesondere kritisierte er den «europafeindlichen Flügel», der einen Austritt Deutschlands aus der EU fordere. Das sei «nicht unsere Position». Der RN wolle die Europäische Union verändern, «ohne etwas zu zerstören». Gleichzeitig räumte Bardella ein, dass die AfD politischen Druck auf die deutsche Union ausgeübt habe. «Der AfD ist es immerhin gelungen, CDU/CSU zu einer Umkehr in der Migrationspolitik zu bringen», sagte er.

Die Distanzierung des RN von der AfD dauert bereits seit längerem an. Nach den Europawahlen 2024 hatte Bardella erklärt, die AfD habe «rote Linien überschritten». Auslöser war damals unter anderem ein Interview des früheren AfD-Europakandidaten Maximilian Krah, der erklärt hatte, nicht alle Angehörigen der Waffen-SS seien automatisch Verbrecher gewesen. Bereits zuvor hatte Marine Le Pen den Bruch vorbereitet und sich von den Correctiv-Berichten über ein angebliches «Geheimtreffen» in Potsdam zur Vertreibung deutscher Staatsbürger beeinflussen lassen.

Beobachter sehen hinter dem Kurs des RN vor allem strategische Motive. Die Partei versucht seit Jahren, ihr Image zu entdämonisieren und sich als regierungsfähige Kraft zu präsentieren. In Frankreich gilt die Nähe zur deutschen AfD für Teile des konservativen und bürgerlichen Wählerlagers als Belastung.

Auffällig freundlich äusserte sich Bardella dagegen über Friedrich Merz. Zwischen Paris und Berlin müsse die enge Zusammenarbeit erhalten bleiben. Gemeinsamkeiten sehe er insbesondere beim Bürokratieabbau, beim Widerstand gegen den Green Deal sowie in der Migrationspolitik. Deutschland habe mit den Grenzkontrollen einen «abschreckenden Effekt» erzielt. Frankreich, Deutschland und Italien könnten hier künftig enger kooperieren, sagte Bardella.

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